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Präzisionsanflugradar von TESLA / Pardubice

Beschreibung des Radargerätes; ausgewählte Taktisch-technische Daten

Bild 1: Foto aus einem Werbeprospekt für das Radar RP-3F (und auch das einzige bekannte Foto des Radars). Quelle: Patrik Trnčák www.czradary.cz

Bild 1: Foto aus einem Werbeprospekt für das Radar RP-3F (und auch das einzige bekannte Foto des Radars). Quelle: Patrik Trnčák www.czradary.cz

Technische Daten RP-3F
Frequenzbereich: 9250 bis 9450 MHz
Pulswiederholzeit:  
Pulswiederholfrequenz:  
Sendezeit (τ): 0,45 µs
Empfangszeit:  
Totzeit:  
Pulsleistung: 150 kW
Durchschnittsleistung:  
angezeigte Entfernung: 20 km
Entfernungsauflösung:  
Genauigkeit Range:  
Öffnungswinkel Antenne: β: 0.8°; ε: 0.6°
Schwenkwinkel: β: ±15°; ε: -1°…+9°

Präzisionsanflugradar von TESLA / Pardubice

Geschichte der tschechischen Radartechnik

Experimente mit der Entwicklung der ersten militärischen und später zivilen Flugsicherungsradaranlagen begann in der damaligen Tschechoslowakischen Republik schon in den 50er Jahren. Eines der ersten Luftraumüberwachungsradare war das RL-1, das auf dem Flughafen Prag gegen Ende der 50er Jahre installiert wurde. Das erste kombinierte Flugsicherungsradarsystem wurde RP2/RL-2 genannt und bestand aus einem Präzisionsanflugradar und ebenfalls einem Luftraumüberwachungsradar. Ab der ersten Hälfte der 60er Jahre begann die Produktion von Flugsicherungsradarsystemen von Tesla in Pardubice. Dort wurden die bekannten Präzisionsanflugradargeräte wie das RP-3F, 3G, 4G und 5G produziert, welches an mehreren Flughäfen in der ehemaligen Sowjetunion und in anderen Länder wie Ungarn, Rumänien und Korea installiert wurden.

Diese Radargeräte erfüllen die ICAO-Normen und können auch unter harten Wetterbedingungen (starker Wind, Kälte) betrieben werden. Über 360 Stück der Serie RP-3F bis RP-5G wurden in der Zeit von 1966 bis 1992 produziert. Einige dieser Radargeräte arbeiten noch immer auf russischen, ukrainischen, estnischen oder rumänischen Flughäfen.

Die Aufklärungsradargeräte wurden für den Betrieb in erster Linie für die Tschechoslowakei und die tschechoslowakische Armee gebaut. Einige dieser Radargeräte vom Typ RL-41, 42, 61 und 64 auf tschechischen Flughäfen in Betrieb.

Die kombinierten Anflugradarsysteme (TAR und PAR) wurden hauptsächlich für militärische Zwecke genutzt. Dazu gehören Serien wie RPL-2, RPL-4 und RPL-5. Das System vom Typ RPL-5E wurde in den 80er bis 90er Jahren nach Russland und in die Ukraine exportiert.

Nach 1994 wurde der Tesla Konzern in kleinere Unternehmen aufgeteilt, welche die Produktion oder die Instandsetzung von Radarsystemen fortsetzen. Diese Unternehmen sind:

Bildergalerie

Bild 2: Radar RL-41