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MR-600

Beschreibung des Radargerätes; ausgewählte taktisch-technische Daten

Bild 1: MR-600

Bild 1: MR-600

Technische Daten
Frequenzbereich: 1 000 … 1 200 MHz
(L-Band)
Pulswiederholzeit:
Pulswiederholfrequenz:
Sendezeit (τ):
Empfangszeit:
Totzeit:
Pulsleistung:
Durchschnittsleistung:
instrumentierte Reichweite: 325 NM (≙ 600 km)
Entfernungsauflösung:
Genauigkeit:
Öffnungswinkel:
Trefferzahl:
Antennendrehung: 3 … 12 min⁻¹
MTBCF:
MTTR:

MR-600

Das MR-600 „Voskhod“ (kyrillisch: MP-600 «Восход», NATO-Bezeichnung: Top Sail) ist ein weitreichendes, im L-Band (IEEE-Bezeichnung) beziehungsweise im D-Band (NATO-Bezeichnung) arbeitendes 3D-Luftraumaufklärungsradar mit Frequenz- Diversity. Da dieses Radar eine schlechte untere Grenze des vertikalen Antennendiagramms hat, wird es meist mit einem anderen Radar zur Oberflächensuche gekoppelt. (Im Bild mit dem MR-500 „Cleaver“, kyrillisch: MP-500 «Кливер», NATO-Bezeichnung: „Big Net“ auf der Rückseite der MR-600 Antenne). Der Komplex aus zwei Radargeräten erhält dann die Bezeichnung MR-800 „Flag“ (kyrillisch: МР-800 «Флаг», NATO-Bezeichnung: „Top Pair“).

Die elektronisch gegen Schiffskrängungen stabilisierte Antenne verwendet das Prinzip der frequenzabhängigen Strahlschwenkung. Der zylindrische Parabolreflektor hat die Abmessungen 7,5 × 8,5 m. Gespeist wird er durch einen end-gespeisten spiralförmig aufgewickelten Hohlleiter mit Schlitzstrahlern. Die notwendige Sendeleistung wird mit einem fünfstufigen Amplitronverstärker erzeugt. Die Einschaltzeit beträgt wegen der Röhrenheizung etwa 6 Minuten.

Das Radar wurde ab 1962 entwickelt. Der Prototyp wurde ab 1967 auf dem Raketenkreuzer „Moskwa“ getestet. Das Radar wurde 1968 in die Bewaffnung der sowjetischen Marine übernommen. Es wurde mehrfach modernisiert und wurde mit anderen Radargeräten kombiniert, zum Beispiel mit dem MR-710 „Top Steer“.