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SON-4

Beschreibung des Radargerätes; ausgewählte taktisch-technische Daten

Bild 1: SON-4

Bild 1: SON-4

Technische Daten
Frequenzbereich: 2 700 … 2 860 MHz
(S-Band)
Pulswiederholzeit:
Pulswiederholfrequenz: 1 249 Hz
Sendezeit (τ): 0,8 µs
Empfangszeit:
Totzeit:
Pulsleistung: 250 kW
Durchschnittsleistung:
instrumentierte Reichweite: 60 km
Entfernungsauflösung: 125 m
Genauigkeit: 20 m
Öffnungswinkel: 3,5 … 4,6°
Trefferzahl:
Antennendrehung:
MTBCF:
MTTR:

SON-4

Das SON-4 „Lutch“ (abk. von Stantsiya Orudiynoy Navodki – Geschützrichtstation, Kyrillisch: Станция Орудийной Наводки, СОН-4 «Луч») war ein im S-Band arbeitendes Zielverfolgungsradar zur Feuerleitung einer Batterie von Flugabwehrkanonen der Kaliber 57 bis 100 mm. Die Parabolantenne hatte einen Durchmesser von 1,83 m. Sie verwendete als Primärstrahler einen mit 25 Umdrehungen pro Sekunde rotierenden Dipol und verfolgte die Ziele mit der Methode der Minimumpeilung. Der relativ große Frequenzbereich wurde mit vier verschiedenen, im Bereich von je 40 MHz Bandbreite abstimmbaren Magnetrons erreicht. Für eine Zielsuche wurden die Radarstationen P-8 oder P-10 eingesetzt.

Das Radar wurde 1947 entwickelt und befand sich bis etwa 1955 in der Bewaffnung der Sowjetarmee. Die Konstruktion basierte auf dem SCR-584, dessen Pläne der UdSSR während des Zweiten Weltkriegs zur Verfügung gestellt wurden. Es wurde danach durch eine eigene Weiterentwicklung, dem SON-9 ersetzt.