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ASD

Beschreibung des Radargerätes; ausgewählte taktisch-technische Daten
Technische Daten
Frequenzbereich: X-Band
Pulswiederholzeit:
Pulswiederholfrequenz:
Sendezeit (τ):
Empfangszeit:
Totzeit:
Pulsleistung:
Durchschnittsleistung:
instrumentierte Reichweite: 300 NM (≙ 550 km)
Entfernungsauflösung:
Genauigkeit:
Öffnungswinkel:
Trefferzahl:
Antennendrehung:
MTBCF:
MTTR:

ASD

Das ASD war im 2. Weltkrieg ein im X-Band arbeitendes Navigations- und Zielsuchradar, das von den Radarlaboratorien MIT, NRL und der Firma Sperry entwickelt wurde. Im Jahr 1943 wurde das ASD-Radar in Produktion genommen. Nach dem Krieg übernahm Philco die Produktion und das Radar erhielt ab 1946 die Bezeichnung AN/APS-3. ASD war das erste effektive amerikanische Mikrowellen-Suchradar und wurde in mittelgroßen Patrouillenflugzeugen und in Kampfflugzeugen wie dem Lockheed PV-1 Ventura, PV-2 Harpoon und Grumman TBF Avenger der US Navy eingesetzt. Schiffe und Küstenlinien konnten in einer Entfernung von bis zu 300 Meilen, U-Boote in einer Entfernung von 15 Meilen und andere Flugzeuge in einer Entfernung von 8 Meilen entdeckt werden.

Die Verfügbarkeit von Magnetronen für das X-Band reduzierte die Abmessungen von Antennen und Senderhardware im Vergleich zum S-Band um den Faktor drei. Dies ermöglichte die Montage der Sender-Empfänger-Antennen-Elemente des Radars auch in einmotorigen Flugzeugen in kleinen Behältern oder in Verkleidungen, die unter den Tragflächen des Flugzeugs angebracht wurden. Die Radarsteuerung und die Darstellung auf einem B-scope mit einem Durchmesser von 4½ Zoll (≙ 12,7 cm) befand sich im Rumpf. Das Suchsektor war nach vorne gerichtet, 150 Grad breit und konnte zum Anpeilen von Zielen auf 60 Grad umgeschaltet werden.

Quelle:

  1. Louis A. Gebhard, Evolution of Naval Radio-Electronics and Contributions of the Naval Research Laboratory, NRL Report 8300, 1979 (online preview)