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ASR-30

Beschreibung des Radargerätes; ausgewählte taktisch-technische Daten

Bild 1: ASR-30

Bild 1: ASR-30

Technische Daten
Frequenzbereich: 1 250 … 1 350 MHz
(L-Band)
Pulswiederholzeit:
Pulswiederholfrequenz: 524 Hz (average)
Sendezeit (τ): 2 µs
Empfangszeit:
Totzeit:
Pulsleistung: 2 MW
Durchschnittsleistung: 3,65 kW
angezeigte Entfernung: 120 NM (≙ 220 km)
Entfernungsauflösung:
Genauigkeit:
Öffnungswinkel: 1,6°
Trefferzahl:
Antennenumlaufzeit: 12 min⁻¹
MTBCF: 5 000 h
MTTR:

ASR-30

Die ASR-30 war ein im L-Band voll kohärent arbeitendes Luftraumaufklärungsradar für die Flugsicherung.

Der Antennenreflektor hatte die Abmessungen 9,4 m x 10 m und war mit zwei Hornstrahlern bestückt, die für High- und Low Beam ausgerichtet waren, um den Einfluss von Festzielstörungen zu verringern. Gesendet wurde nur im Hornstrahler für das untere Antennendiagramm. Die Hornstrahler konnten bei Bedarf von linearer zu zirkularer Polarisation umgeschaltet werden, was Wetterstörungen verringerte. Der Sender verwendete zwei Klystrone die für eine Frequenzdiversität auf zwei verschiedenen Frequenzen arbeiteten. Alle wesentlichen Baugruppen (mit Ausnahme der Antenne) waren doppelt vorhanden für eine Redundanz.

Ein integriertes Sekundärradar (IFF) nutzte ebenfalls den Parabolreflektor des Primärradars. Der Strahler war neben den Hornstrahlern befestigt und nutzte den Reflektor „schielend”. Damit wurde gleichzeitig der notwendige zeitliche Vorhalt für die etwas längere Verarbeitungszeit im Decoder kompensiert, so dass die IFF-Antwort gleichzeitig mit dem Echosignal zur Verfügung stand.

Dieses Radar wurde Ende der 1960er Jahre aus der ARSR-3 entwickelt und war in dieser Zeit das modernste und leistungsfähigste Flugsicherungsradar. In der maximalen Reichweite war es aber recht überdimensioniert und insgesamt zu teuer. Es konnte sich trotz seiner sehr viel besseren Störschutzmöglichkeiten gegenüber den kleineren und damit wesentlich billigeren S-band Radargeräten mit Magnetron nicht durchsetzen.