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AN/PPS-5A/B

Beschreibung des Radargerätes; ausgewählte taktisch-technische Daten

Bild 1: AN/PPS-5A

Bild 1: AN/PPS-5A

Technische Daten
Frequenzbereich: 16 … 16,5 GHz
(J-Band)
Pulswiederholzeit:
Pulswiederholfrequenz: 4 kHz
Sendezeit (τ): 0,25 µs
Empfangszeit:
Totzeit:
Pulsleistung:
Durchschnittsleistung:
angezeigte Entfernung: 10 km
Entfernungsauflösung:
Genauigkeit: ± 20 m;
Öffnungswinkel: 1,1°
Trefferzahl:
Antennenumlaufzeit:
MTBCF:
MTTR:

AN/PPS-5A/B

Das AN/PPS-5A war ein im J-Band leichtes, tragbares, batteriegespeistes Bodenüberwachungsradar, welches in militärischen Einheiten der Infanterie und der Panzertruppen genutzt wurde. Das AN/PPS-5A ist ein Impulsradar mit Dopplerfrequenzverarbeitung und verwendete ein Magnetron zur Erzeugung der Sendeleistung. Das Arbeitsprinzip beruht auf einer äußeren Kohärenz und vergleicht die Phasenlagen von bewegten Zielen mit den Echosignalen der Festzielumgebung. Die Geräte verwenden die Festzielechos als Referenz und erkennen so eine Dopplerfrequenz bewegter Ziele. Diese Dopplerfrequenz wird akustisch als Pfeifton dargestellt und ermöglicht auch durch die Tonhöhe eine Einschätzung der Zielgeschwindigkeit. Mit der mechanischen Schwenkung der Antenne konnten die Entfernungen und Zielpositionen ermittelt werden.

Das Radar wurde ab 1967 entwickelt und bis 1975 an die Truppe ausgeliefert. Es ersetzte das veraltete AN/PPS-4 und blieb in Nutzung bis etwa 2005.

Das AN/PPS-5B war eine verbesserte Version mit einer Reichweitenerhöhung bis 20 km. Es war mit einem Halbleitersender ausgestattet und verwendete neben der akustischen Meldung auch ein Sichtgerätemodul mit einem A-scope. Dieses konnte bis 15 m von der Radarantenne entfernt betrieben werden.

Das AN/PPS-5B erhielt später eine durch Lincoln Laboratory entwickelte modernere Signalverarbeitung welche die Darstellung eines Sektor-PPI auf einem Laptop-Bildschirm ermöglichte. Das Radar wurde danach umbenannt in AN/TPS-5X.