www.radartutorial.eu www.radartutorial.eu Radargerätekartei - Historisches Radar

Type 279

Beschreibung des Radargerätes; ausgewählte Taktisch-technische Daten

Bild 1: Type 279 Antenne: zwei horizontale Dipole mit hinter sich je einem Reflektor.

Bild 1: Type 279 Antenne: zwei horizontale Dipole mit hinter sich je einem Reflektor.
(die beiden vertikal polarisierten Antennen sind Kennungsgeräte, Type 242 an der Mastspitze und Type 243 vor dem Mast)

Technische Daten
Frequenzbereich: 39 … 42 MHz
(A-Band)
Pulswiederholzeit:
Pulswiederholfrequenz: 50 Hz
Sendezeit (τ): 7 … 30 µs
Empfangszeit:
Totzeit:
Pulsleistung: 60 oder 70 kW
Durchschnittsleistung:
angezeigte Entfernung: 65 … 95 NM
(≙ 120 … 175 km)
Entfernungsauflösung:
Genauigkeit:
Öffnungswinkel: 84°
Trefferzahl:
Antennenumlaufzeit:
MTBCF:
MTTR:

Type 279

Das Radar Type 279 war ein Frühwarnradar der britischen Marine, das während des Zweiten Weltkriegs aus seinem Prototypen, dem Frühwarnradar im Meterwellenbereich Type 79Z, entwickelt wurde. Es arbeitete im A-Band auf sehr niedrigen Frequenzen, je nach Version von 39 bis 42 MHz. Das Radar erzeugte sowohl eine Bodenwelle, die sich an die Meeresoberfläche anschmiegte (Reichweite 2 bis 6 NM), als auch eine direkte Welle. Anfänglich wurde das Radar sowohl zur Luftwarnung als auch als Seeaufklärungsradar mit einem speziellem Modus zur genauen Entfernungsmessung verwendet. Erst mit dem Aufkommen der Geschütz-Leitradargeräte der Typen 282 bis 285 wurde es nur noch zur Luftwarnung eingesetzt.

Type 279 hatte zunächst getrennte Sende- und Empfangsantennen, die beim Type 279B zum Einantennenbetrieb kombiniert wurden. Die 279M-Antenne bestand später aus vier horizontalen Dipolen mit hinter sich je einen Reflektor in einer Entfernung von etwa einem Fünftel der Wellenlänge.

Die Genauigkeit der Seitenwinkelbestimmung konnte wesentlich verbessert werden, indem zur Messung der erste Nullwertwinkel neben der Hauptkeule des Antennendiagramms genutzt wurde.