www.radartutorial.eu www.radartutorial.eu Radargerätekartei - Luftraumaufklärungsradar

S3TSR

Beschreibung des Radargerätes; ausgewählte taktisch-technische Daten

Bild 1: S3TSR receiver site at Morón de la Frontera air base
(37°10'57.8" N   5°36'18.3" W)

Bild 1: S3TSR receiver site at Morón de la Frontera air base
(37°10'57.8" N   5°36'18.3" W)

Technische Daten
Frequenzbereich: 1 215 … 1 400 MHz
(L-Band)
Pulswiederholzeit:
Pulswiederholfrequenz:
Sendezeit (τ):
Empfangszeit:
Totzeit:
Pulsleistung:
Durchschnittsleistung:
instrumentierte Reichweite: 200 … 2 000 km
Entfernungsauflösung:
Genauigkeit:
Öffnungswinkel:
Trefferzahl:
Antennendrehung:
MTBCF:
MTTR:

S3TSR

Das S3TSR (Spanish Space Surveillance and Tracking Surveillance Radar) ist ein im L-Band arbeitendes Überwachungsradar für den erdnahen Satelliten-Orbit (LEO). Das Radar ist auf dem Luftwaffenstützpunkt Morón de la Frontera in der Provinz Sevilla (Spanien) installiert. Für Betrieb und Wartung ist das Centro de Operaciones de Vigilancia Espacial del Ejército del Aire (COVE) zuständig, ein Zentrum, über das Spanien am europäischen SST-Konsortium beteiligt ist.

S3TSR verwendet modulare und skalierbare Phased-Array-Antennen in einer nahen monostatischen Konfiguration, d.h. Sender- und Empfänger-Arrays befinden sich zwar nicht am selben Ort, aber der Abstand zwischen beiden Einrichtungen ist im Vergleich zur Entfernung zum Ziel sehr gering (< 200 m) weshalb Positionsberechnungen wie bei einem monostatischen Radar vorgenommen werden können. Das Radar kann auf mehr als 250 diskreten Frequenzen im Bereich von 1 215 bis 1 400 MHz arbeiten. Eine Reihe von Senderblöcken beleuchtet den zu scannenden Raum. Der Empfänger nutzt digitales Beamforming, um bis zu 42 verschiedene Antennendiagramme für den Empfang zu erzeugen.

Eine exakte Winkelmessung kann jedoch nur mit einem Netzwerk aus verschiedenen Radarstellungen ermittelt werden. Die genutzten Antennen sind nicht in der Lage, eine derartig geforderte Winkelgenauigkeit zu gewährleisten. Aber die gemessene Entfernung kann im Zentimeterbereich liegen. Eine solche Entfernung aus zwei bekannten Standorten gemessen kann jedoch eine exakte Positionsbestimmung mittels Multilateration ermöglichen.

Quelle: