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Äquivalente Sendeleistung

Die äquivalente Sendeleistung oder auf englisch Equivalent Transmitter Power (ETP) war eine Angabe einer fiktiven Sendeleistung in der Anfangszeit von Halbleitersendern und gibt eine Sendeleistung an, die in einem kurzen Impuls mit der Impulsdauer nach einer Pulskompression vorhanden sein müsste, damit dieser kurze Impuls die gleichen Energiewerte hätte, wie der reale, aber längere intrapulsmodulierte Sendeimpuls.

Entstanden ist diese Angabe, weil Halbleitersender keine so hohen Spannungen aushalten, wie Röhrenschaltungen. Um eine vergleichbare Reichweite zu erzielen, mussten diese Radargeräte sehr viel längere Sendeimpulse verwenden, als in Radargeräten mit Laufzeitröhren üblich. In der Anfangszeit der Halbleitersender war die Angabe der recht geringen Impulsleistung nicht förderlich für den Verkauf, da die möglichst hohe Impulsleistung als Garantie für große Reichweiten oft ein Auswahlkriterium war. Deswegen wurde oft neben der Impulsleistung auch eine äquivalente Sendeleistung angegeben.

Praktisch ist die äquivalente Sendeleistung die Impulsleistung des Halbleitersenders multipliziert mit der Pulskompressionsrate. Im umgekehrten Fall kann aus der Angabe der äquivalenten Sendeleistung und der realen Impulsleistung auf die interne Pulskompressionsrate geschlossen werden.


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