www.radartutorial.eu www.radartutorial.eu Radargerätekartei - Sekundärradar

Beschreibung des Radargerätes; ausgewählte Taktisch-technische Daten
Antenne NRS-12

Bild 1: Antenne des NRS-12

Technische Daten
Frequenzbereich: 667 MHz
Pulswiederholzeit: synchron zum Primärradar
Pulswiederholfrequenz: 200 ... 750 Hz
synchron zum Primärradar
Sendezeit (τ): 12 µs
Empfangszeit:  
Totzeit:  
Pulsleistung: ca 4 kW
Durchschnittsleistung:  
angezeigte Entfernung:  
Entfernungsauflösung: 450 m
Öffnungswinkel: 20°
Trefferzahl: > 10
Antennenumlaufzeit: synchron zum Primärradar

NRS-12 „Score Board”

Die Zahl 12 in dem Namen bedeutet, dass das Kennungsgerät eine Schaltungsvariante für eine P-12 und deren Nachfolgestationen, also aller russischer Stationen im Meterwellenbereich ist. Der Name NRS - 20 würde also eine Variation für die P-37 (der Vorgängertyp hieß P-20) bezeichnen, deren Abfrageprinzip „Kremnij-2” gleich dem des NRS - 12 ist. Eine Version des NRS-12 gehört auch zum Bestand des Fla-Raketenkomplexes „Wolchow” (alias SA-2 „Guideline”) und befand sich dort in einem eigenen Hängerfahrzeug.

Bei diesem etwas älteren Kennungsgerät der Staaten des ehemaligen Warschauer Paktes werden von der Bodenstation drei Impulse mit definierter Länge und definiertem Abstand im UHF-Band gesendet. Ein eigenes Flugzeug antwortet mit einer auf diese Impulse aufmodulierten Frequenz (durch 12 verschiedene steckbare Codefilter).

Abfragesignal
eigenes Flugzeug
Antwortsignal
Abfrageimpulse moduliert
mit einer NF-Frequenz (= Code)

Figure 2: Principle of operation of the Kremnij 2 system

Abfragesignal
eigenes Flugzeug
Antwortsignal
Abfrageimpulse moduliert
mit einer NF-Frequenz (= Code)

Figure 2: Principle of operation of the Kremnij 2 system

Diese Frequenz wird decodiert und die Antwort als Bogen hinter dem Primärziel dargestellt. Die Codefilter wurden einheitlich nach einem geheimen Plan im Rhythmus von 1 bis max. 6 Stunden gewechselt. Dabei waren die Filter 9 bis 12 nur für den „Ernstfall” vorbehalten. Funktionskontrollen und Abstimmarbeiten wurden nur mit dem Filter 4 vorgenommen.

Die Filter bestehen aus abgestimmten Schwingkreisen für den NF-Bereich.

Der Abstand hinter dem Zielzeichen ist genau die Verarbeitungszeit des Sekundärradargerätes des Transponders (Darstellung siehe Sichtgeräte). Ein Notsignal wird durch zwei Antworten kurz hintereinander realisiert. Das dargestellte Antwortsignal hat dann also etwas mehr als die doppelte Breite.

Eine weitere Option war das System der Kontrollkennung. Um feindliche Imitate zu erkennen, wurden jetzt 4 Impulse gesendet. Tatsächliche eigene Flugzeuge durften nun nicht mehr antworten. Wenn doch noch ein Kennungssignal in diesem Modus angezeigt wurde, dann war dies eine billige Fälschung!

Bildergalerie des NRZ-12
offener Filter 4
Bild 3: geöffneter Filter Nr. 4
(Dieser Frevel hätte früher eine drakonische Strafe nach sich gegezogen!)
Filterkiste einer P-15
	(click to enlarge: 1024·768px = 40 kByte)
Bild 4: Filterkiste einer P-15
Rack in P-18
Bild 5: Rack NRS-12 in einer P-18