www.radartutorial.eu www.radartutorial.eu Radargerätekartei - Historisches Radar

SCR-270

Beschreibung des Radargerätes; ausgewählte Taktisch-technische Daten

Figure 1: SCR-270

Figure 1: SCR-270

Technische Daten
Frequenzbereich: 104 … 112 MHz
Pulswiederholzeit:
Pulswiederholfrequenz: 621 Hz
Sendezeit (τ): 15 - 40 µs
Empfangszeit:
Totzeit:
Pulsleistung: 100 kW
Durchschnittsleistung:
angezeigte Entfernung: 250 stat. miles
Entfernungsauflösung:
Genauigkeit: 4 stat. miles, 2°
Öffnungswinkel:
Trefferzahl:
Antennenumlaufzeit: 1 rpm
MTBCF:
MTTR:

SCR-270

Das SCR-270 (Abk. von: Signal Corps Radio model 270) ist ein sehr frühes mobiles Luftverteidigungsradar großer Reichweite, das nominal auf einer Frequenz von 106 MHz (≙ Wellenlänge 2,83 m) arbeitete. Es war eines der ersten mobilen Großraumradargeräte und stellte die Radarsignale auf einem A-Scope dar. Entwickelt gegen Ende der 1930er Jahre wurde es im 2. Weltkrieg durch die US-Marine eingesetzt. Die Antennen der stationären Version (genannt SCR-271) waren auf einem Turm montiert.

Der Sender wurde von Westinghouse entwickelt und war ein selbstschwingender Leistungsoszillator mit zwei Trioden.

Das komplette System wurde mit 6 Fahrzeugen verlegt, das größte davon mit den Ausmaßen 9,25 m × 3 m × 2,43 m. Insgesamt hatte es ein Gewicht von 46,5 Tonnen bei einem Transportvolumen von 326 m³. Das Radar war auf den Transportmitteln etwa 6 Stunden nach der Ankunft in einer neuen Stellung arbeitsbereit. Die Besatzung bestand aus 7 Personen. Für einen Betrieb des Radars und seiner Kommunikationseinrichtungen im Schichtbetrieb rund um die Uhr waren etwa 50 Personen erforderlich. Die benötigte elekrische Leistung von 15,5 kW wurde durch ein 25 kVA Generator vom Typ PE-74 bereitgestellt, der durch einen Benzinmotor angetrieben wurde. Dessen Verbrauch betrug etwa 15,2 Liter Superbenzin pro Stunde.

Das Radar ist auch bekannt unter dem Namen Pearl Harbor Radar, weil es die im 2. Weltkrieg auf Pearl Harbor anfliegenden japanischen Angreifer frühzeitig entdeckte. Allerdings erkannte die Gefechtsstandsbesatzung den Inhalt und die Bedeutung der Radarsignale nicht und meinte wegen der ungewöhnlichen Größe des Echosignals, es wäre ein Falschalarm.

Bildergalerie von SCR-270

Figure 2: Radio set SR-271-D at Evans Signal laboratory

Source: