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JY-9

Beschreibung des Radargerätes; ausgewählte Taktisch-technische Daten

Bild 1: JY-9

Bild 1: JY-9

Technische Daten
Frequenzbereich: S-Band
Pulswiederholzeit:  
Pulswiederholfrequenz: 790 … 850 Hz
Sendezeit (τ): 20 µs
Empfangszeit:  
Totzeit:  
Pulsleistung: 200 kW
Durchschnittsleistung: 3,4 kW
angezeigte Entfernung: 3 - 150 km
Entfernungsauflösung:  
Genauigkeit: 120 - 240 m
Öffnungswinkel: β= 1,5°; ε= 40°
Trefferzahl:  
Antennenumlaufzeit: 6 oder 12 U/min

JY-9

Das JY-9 ist ein verlegbares, im S–Band arbeitendes Mittelstreckenradar für tieffliegende Ziele. Es kann genutzt werden für Luftraumaufklärung, als Lückenfüller, für Flugsicherungsaufgaben und den Küstenschutz. Es wurde entwickelt für eine effektive Zielauffassung in geringen Höhen, sowie unter Einfluss von aktiver Störung und komplizierter Festzielumgebung. Das System besteht aus der Antenne, einem Radaroperator-Shelter und einem kleinen Anhänger mit einem Elektroaggregat. Es ist lufttransportfähig und kann auf Eisenbahnwaggons oder Schiffen verlastet werden. Die Zeit zum Auf- oder Abbau des Radars beträgt bei einer erfahrenen 4-köpfigen Besatzung etwa 20 Minuten.

Das JY-9 verwendet eine Antenne mit zwei sich überlappenden Antennendiagrammen durch Nutzung von zwei Hornstrahlern vor einem Parabolreflektorausschnitt. Beide Diagramme überlappen sich bei etwa 5°. Gesendet wird nur mit einem Hornstrahler, zum Empfang werden beide genutzt. Die Größe des Reflektors ist 4,14·6,96 m. Die Antenne kann entweder direkt auf dem Shelter, auf dem Boden oder auf einem Stahlgittermast montiert werden.

Die Senderendstufe arbeitet mit mit einem Amplitron welches durch eine Wanderfeldrähre gespeist wird. Der Sendeimpuls ist in der Phasenlage intrapulsmoduliert und verwendet eine Quadraturphasenumtastung.

Das Radar hat Möglichkeiten zur Störunterdrückung einschließlich des Frequenzwechsels von Puls zu Puls. Es gibt zwei unabhängige Empfangskanäle mit großer Bandbreite, geringen Nebenkeulen, einer effektiven Festzielunterdrückung mit einer automatischen Karte der Festziele. Die mittlere Zeit zwischen zwei Ausfällen ist besser als 500 Stunden. Es sind integrierte Testschaltungen (BITE) verfügbar sowie eine automatische Fehlererkennung bis herab auf Schaltungsebene.