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P-37 „Bar Lock”

Beschreibung des Radargerätes; ausgewählte Taktisch-technische Daten
P-37 in Elmenhorst
(click to enlarge: 640·480px = 48 kByte)

Bild 1: P-37 in Elmenhorst, sie war 1997 eine der letzten im Einsatz befindlichen russischen Radargeräte in Deutschland

Technische Daten
Frequenzbereich: fünf Frequenzen im
Bereich 2,9 - 3,3 GHz
Pulswiederholzeit: 2,6 und 1,3 ms
Pulswiederholfrequenz: 375 und 750 Hz
Sendezeit (τ): 1,2 µs
Empfangszeit:  
Totzeit:  
Pulsleistung: 5 · 700 kW
Durchschnittsleistung: 5 · 700 W
angezeigte Entfernung: 450 km
Entfernungsauflösung: 180 m
Öffnungswinkel:
Trefferzahl: > 8
Antennenumlaufzeit: 10 s

P-37 „Bar Lock”

Luftverteidigungsradargerät in den Ländern des ehemaligen Warschauer Paktes.

Ganz oben auf der Antenne, der Balken, das ist die Antenne des Sekundärradargerätes Siemens 1990 in der Version D1, eine Modifizierung, die erst nach 1991 in den neuen Bundesländern eingeführt wurde und das alte russische System (hier: NRS-20) ersetzte.

In der doch sehr langen Nutzungszeit wurden von der P-37 mehrere Versionen gebaut und in der NVA genutzt. Diese reichten von den Anfängen mit Zusatzhänger 8, der hauptsächlich das SBZ-System auf Röhrenbasis enthielt, bis zur modernsten Station, der sogenannten 90-er Version, die den gesamten Empfangsweg transistorisiert und mit Schaltkreisen (bis mittlerer Integrationsrate) bestückt hatte. Diese Versionen erhielten jedoch keine unterschiedlichen Namen, sondern der Unterschied war nur aus der Funkmessnummer ersichtlich.

Als die Stationen 1990 auf ihre Weiterverwendbarkeit geprüft werden sollten, wurde eine P-37 angefordert und die DASA sollte die Betriebssicherheit überprüfen und den Aufwand zur Umrüstung kalkulieren. Da keiner der Anfordernden die Unterschiede kannte und keiner der Entsendenden wusste, welchem Zweck gerade diese Anforderung verfolgte, wurde zu dieser Untersuchung eine Station geschickt, die zufälligerweise gerade verfügbar, weil nicht im Einsatz war. Unglücklicherweise war das nun gerade die älteste Version der P-37.

So kam es denn, dass die modernsten Versionen verschrottet, und die fast zwanzig Jahre ältere Version auf neue Sicherheitsstandards umgerüstet und mit dem neuen IFF/SIF D1/D9 ausgestattet wurden. Ab 1998 wurden dann die letzten P-37 in Mecklenburg/ Vorpommern durch das RRP-117 ersetzt.