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SRE-LL

Beschreibung des Radargerätes; ausgewählte Taktisch-technische Daten
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Bild 1: Historisches Foto der SRE-LL Bremen
(© 1998 DFS Deutsche Flugsicherung, H.-J. Koch)

Technische Daten
Frequenzbereich: 1250 - 1350 MHz
Pulswiederholzeit: ca 2,5 ms
Pulswiederholfrequenz: ca. 400 Hz (staggered)
Sendezeit (τ): 2,5 µs
Empfangszeit:  
Totzeit:  
Pulsleistung: 5 MW
Durchschnittsleistung: 9 kW
angezeigte Entfernung: 370 km
Entfernungsauflösung: < 400 m
Öffnungswinkel:
Trefferzahl:  
Antennenumlaufzeit: 2 - 7,5 U/min

SRE-LL

Die ATC „En Route”- Radar SRE-LL (Surveillance Radar Equipment, twin-L-Band) wurden 1969 von AEG Telefunken entwickelt, der Prototyp in Bremen 1972 installiert. Bis 1974 folgten fünf weitere Radargeräte, die im ehemaligen Westdeutschland eine sich überlappende Radaraufklärung für die Flugsicherung ermöglichten. Die Anlagen blieben bis etwa 1995 betriebsbereit.

Durch die Verwendung einer sogenannten „Januskopf”-Antenne (blickt in zwei entgegengesetzte Richtungen) wird die gleiche Datenerneuerungsrate erreicht, als wenn sich die Antenne virtuell mit doppelter Umdrehungszahl drehen würde. Beide Antennenhälften mit einer Reflektorgröße von 14,5 • 9 m erzeugten je ein Cosecans²-Diagramm und einen zusätzlichen Pencil-Beam zur Verschärfung der unteren Flanke des Antennendiagramms in größerer Entfernung. Das Gesamtgewicht der sich drehenden Antennenteile betrug etwa 60 Tonnen.