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CSU-CHILL Radar

Beschreibung des Radargerätes; ausgewählte Taktisch-technische Daten

Bild 1: Gregory-Antenne des CSU-CHILL-Radars
(© 2014 Colorado State University)

Bild 1: Gregory-Antenne des CSU-CHILL-Radars
(© 2014 Colorado State University)

Technische Daten
Frequenzbereich: 2735 MHz
(S–Band)
9410 ±30 MHz
(X–Band)
Pulswiederholzeit: 800 – 2500 µs  
Pulswiederholfrequenz:   max: 2 kHz
Sendezeit (τ): 0.3 – 1.0 µs  
Senderbandbreite: 750 kHz 1 – 5 MHz
Empfangszeit:    
Totzeit:    
Pulsleistung: 1 MW
(Klystron)
25 kW
(Magnetron)
Durchschnittsleistung: 1600 W 24 W
installierte Reichweite: 375 km  
eindeutige Dopplergeschwindigkeit: ± 34.3 m/s  
Öffnungswinkel: 1,1° 0,3°

CSU-CHILL Radar

Die Wetterradaranlage CSU-CHILL ist beheimatet in Greeley, im US-Bundesstaat Colorado, (40°26'46.99" N   104°38'12.84" W). Ihr Name ist zusammengesetzt aus den Anfangsbuchstaben der Colorado State Universität (CSU) und der Universität von CHicago-ILLinois (CHILL). Die Forschungsanlage wird betrieben durch die Departments Atmospheric Science (ATS) und der Electrical and Computer Engineering (ECE) der CSU. Sie wird gesponsert von der National Science Foundation (NSF).

Es ist ein transportables Radar mit doppelt polarisierten und auf zwei Wellenlängen (X–Band und S–Band) koaxial ausgerichteten Antennendiagrammen, die synchron gesendet werden können. Das Radar benutzt eine einzigartige Gregory-Antenne mit Offset-Fokus und einem Reflektordurchmesser von 8,5 m Deren Nebenkeulen sind extrem gering: weniger als -50 dB im S–Band und weniger als -70 dB im X–Band.

Das Radar dient als Ausbildungs- und Forschungsinstrument für Radarmeteorologie, Radartechnik und Fernerkundung. Es arbeitet mit zwei Sendern im S–Band mit einem Klystron (Typ: Varian VA-87B/C) Und im X–Band mit einem Magnetron sowie einem digitalen Empfangssystem. Die Steuerung des Radars kann lokal und über TCP/IP- Verbindungen aus dem Hörsaal heraus vorgenommen werden. Die Radardaten können an mehreren Standorten in Echtzeit verarbeitet werden. Die gemessenen Reflektivitäten und Dopplergeschwindigkeiten sowie auch die digitalisierten Rohdaten vom Radar können gespeichert und für eine spätere Verarbeitung wieder eingespielt werden.

Die Antenne wird vor der Witterung durch eine mit Luftdruck stabilisierte glasfaserverstärkte Nylonhülle als Radom geschützt. Dieses Radom hat einen äquatorialen Durchmesser von 22,3 m mit einer maximalen Höhe von 16,2 m.

Quelle: Colorado State University

Bildergalerie des CHILL Radar

Bild 2: Druckluftstabilisiertes Radom

Bild 3: Feedhorn für zwei Wellenbereiche