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OSWIN

Beschreibung des Radargerätes; ausgewählte Taktisch-technische Daten

Bild 1. Panoramabild des OSWIN in Kühlungsborn
(54°07'05.82" N   11°46'08.63" W)
(© 2014 Leibniz-Institut für Atmosphärenphysik)

Bild 1. Panoramabild des Antennenfeldes in Kühlungsborn
(54°07'05.82" N   11°46'08.63" E)
(© 2014 Leibniz-Institut für Atmosphärenphysik)

Technische Daten
Frequenzbereich: 53,5 MHz
Pulswiederholzeit:  
Pulswiederholfrequenz: < 50 kHz
Sendezeit (τ): 1 … 32 µs
Empfangszeit:  
Totzeit:  
Pulsleistung: 90 kW
Durchschnittsleistung: 4,5 W
Höhenbereiche: (0,4) 1 … 18 km (65 … 95 km)
Entfernungsauflösung: 150 m, 300 m, 600 m, 1000 m
Öffnungswinkel:

OSWIN

OSWIN (Ostsee-Wind-Radar) ist ein VHF-Radargerät zur Untersuchung der Hochatmosphäre, aufgebaut und betrieben durch das Institut für Atmosphärenphysik in Kühlungsborn. Es wurde im Sommer 1999 in Betrieb genommen. Das Radar arbeitet vollautomatisch und erzeugt Höhenprofile des 3D-Windvektors und der Reflektivität.

Das Antennenfeld ist eine Phased-Array-Antenne aus anfangs 144 einzelnen Yagiantennen mit jeweils 4 Elementen. Sie waren in quadratisch angeordneten Gruppen aus jeweils 4 Einzelantennen angeordnet. Die Zuleitungen zu den Antennen haben alle die gleiche Länge. Zum Empfang stehen 6 unabhängig rekonfigurierbare Empfangskanäle zur Verfügung. Durch phasenversetztes Ansteuern der sechs Antennengruppen ist es möglich, das Antennendiagramm in jeweils drei Zenitwinkeln (7°, 13°, 20°) in die vier Himmelsrichtungen Nord, Süd, Ost und West zu schwenken.

Nach einer Erneuerung des Antennenfeldes im Frühjahr 2014 besteht dieses Feld aus nur noch 133 Yagiantennen mit jeweils drei Elementen, die in einer hexagonalen Struktur angeordnet sind. Sie sind derzeit in 19 Antennengruppen zu jeweils 7 Einzelantennen zusammengefasst. Die Empfangskanäle sollen schrittweise von 6 über 19 auf eine Anzahl von 133 erweitert werden, um eine digitale Formierung des Antennendiagramms zu ermöglichen. Neben dem Antennenfeld steht ein Container mit der Empfangskanalelektronik (im Bild 2 grün umrahmt).

Quelle: Leibniz-Institut für Atmosphärenphysik

Bildergalerie des OSWIN

Bild 2: Hexagonale Struktur: jeweils
3 Gruppen sind derzeit für einen
Empfangskanal zusammengefasst.