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Wetterradar Rainscanner

Beschreibung des Radargerätes; ausgewählte Taktisch-technische Daten

Bild 1: Scanner Unit mit einer Fächerdiagrammantenne

Scanner Unit mit einer Fächerdiagrammantenne

Bild 1: Scanner Unit mit einer Fächerdiagrammantenne

Technische Daten
Frequenzbereich: 9410 MHz
Pulswiederholzeit: 1 ms
Pulswiederholfrequenz: 1000 Hz
Sendezeit (τ): 1,2 µs
Empfangszeit:  
Pulsleistung: 25 kW
Durchschnittsleistung: 30 W
angezeigte Entfernung: 50 ... 100 km
Entfernungsauflösung: 180 m
Öffnungswinkel: 1° or 4°
MDS-Echo: -107 dBm
Antennenumlaufzeit: 24 U/min

Wetterradar Rainscanner

Der „Rainscanner” wurde als Wetter­radargerät der unteren Preisklasse entwickelt. Der „Rainscanner” zeigt die Niederschlagsgebiete an und stuft die Niederschlagsmenge nach einer Klassifizierungsskala ein. Der Vergleich mit einer Datenbank verbessert die quantitative Bewertung der Niederschlagsmenge. Die maximale Reichweite variiert abhängig von der Umgebung und den Witterungsbedingungen (z.B. der Niederschlagsmenge) zwischen 50 km und 100 km. Einfachheit und Benutzerfreundlichkeit sind die hauptsächlichen Eigenschaften, das erlaubt eine schnelle Installation, Bedienung und Datenverarbeitung. Der Sender ist für eine Impulsleistung von 25 kW ausgelegt und erzielt damit Reichweiten zwischen 50 und 100 km.

Der „Rainscanner” besteht aus den Baugruppen Scanner-Einheit, Schnittstelleneinheit und der Signalverarbeitungseinheit. Die Scanner-Einheit, bestehend aus den Sender-, den Empänger- und Antennenbaugruppen, kann stationär auf einem Turm oder Mast montiert werden. Die Signale der Antenne werden über das Antennenkabel (max. Länge 30 m) zum Shelter geleitet. Der Shelter vom „Rainscanner” beinhaltet die Schnittstelleneinheit und einen robusten Signalverarbeitungsrechner im industriellen Standard. Die Datenberechnung, -speicherung und -anzeige wird in Echtzeit durch das Programm „RainView”, basierend auf dem Softwarepaket „Ravis”, übernommen. Das in Echtzeit arbeitende Softwarepaket „Ravis” ist ein in der Radarfamilie METEOR erprobtes Radarsteuerungs- und -visualisierungsprogramm. Die Datenübertragung zwischen dem „Rainscanner” und den abgesetzten Datenanzeige- und Fernbedienungsrechner kann z.B. über Lichtleitkabel-, über ISDN- oder WLAN- Schnittstellen geschehen.

Die Antenne und der Antennendrehtisch sind für den rauen Außenbetrieb dimensioniert. Eine sehr schnelle Antennendrehung ist die Grundlage für eine hohe Erneuerungsrate atmosphärischer Daten. Die Modulbauweise bietet zwei Reflektortypen mit den Diagrammbreiten von 1° bis 4°. Abhängig von der Reflektorgröße sind geeignete Radome verfügbar.

Die Antenne mit dem Fächerdiagramm ist eine Hohlleiterschlitzantenne. Die aktuellen Drehwinkel der Antenne werden mit Hilfe der North-Reference Impulse (NRP) und der Azimuth-Change Impulse (ACP) gemessen. Während des Aufbaus wird die Nordrichtung grob mit dem Kompass bestimmt. Während des Betriebes kann eine Feinjustierung mit Hilfe der Software vorgenommen werden.

Eine verbesserte Seiten- und Höhenwinkelauflösung wird mit der Parabolantenne erreicht. Der schmale Pencil Beam bewirkt die Verbesserung der Winkelauflösung.

Die Radarsignalverarbeitung im „Rainscanner” ist (wählbar) durch handelsübliche Standard- oder Industrie- Personalcomputer (PC) möglich. Der PC ist mit einem Hochleistungsprozessor, einem schnellen Analog-Digital- Konverter (ADC) und einer digitalen Input/Output- Karte ausgestattet. Der ADC verarbeitet das ZF-Signal und schreibt die Daten zur Weiterverarbeitung in den Hauptspeicher des PC. Der Computer kommuniziert mit der Scanner Unit über die serielle RS 232 Schnittstelle. Der Industrierechner ist ein PC in einem 19"- Standardgehäuse. Er hat einen Flachbildschirm und eine in einem Schubfach untergebrachte Tastatur. Der Radar Signal Processor ist mit einer schnellen Ethernet- Schnittstelle ausgestattet, um die Fernbedienung der Radarsysteme sicherzustellen.

Bildergalerie des Rainscanner

Bild 2: Scanner Unit mit der Parabolantenne

Bild 3: Vorschau des Prospektes