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Poseidon-2 Radar-Altimeter

Beschreibung des Radargerätes; ausgewählte Taktisch-technische Daten

Bild 1:Jason-1 im Orbit, die größere Parabolantenne ist vom Radar-Altimeter (© 1994 NASA)

Bild 1:Jason-1 im Orbit, die größere Parabolantenne ist vom Radar-Altimeter (© 1994 NASA)

Technische Daten
Frequenzbereiche: 13,575 und 5,3 GHz (Ku–, C–Band)
Wellenlänge:  
Polarisation:  
Pulswiederholfrequenz (PRF): 1800 Hz ±10%
Impulsdauer (τ): 105,6 µs
Impulsleistung:  
Durchschnittsleistung: 7 W
Senderbandbreite: 320 MHz
Orbit:  
Fluggeschwindigkeit: 7,2 km/s
Umlaufzeit: 9,9156 Tage
Öffnungswinkel: 1,28° (Ku-Band), 3,4° (C-Band)

Poseidon-2 Radar-Altimeter

Das Poseidon-2 Radar-Altimeter wurde genutzt im Satelliten Jason-1.

Jason-1 wurde am 7. Dezember 2001 von der Vandenberg Air Force Base in Kalifornien gestartet, als Nachfolger der TOPEX/Poseidon Mission, welche von 1992 bis 2005 wissenschaftliche Daten sammeln konnte. Beide Missionen entstanden durch eine Zusammenarbeit der NASA mit der französischen Raumfahrtagentur Centre national d’études spatiales (CNES). Diese Mission erforschte 95 Prozent der eisfreien Meeresoberfläche fast alle 10 Tage (genauer: 10 Tage minus 2 Stunden) und komplettierte den Datensatz der Oberflächentopographie der Ozeane mit einer Genauigkeit von 3,3 Zentimeter (1,3 Zoll) und half so, unser Verständnis von Meeresströmungen und die Rolle der Ozeane in der Klimaveränderung zu verbessern.

Das Hauptinstrument an Bord war das Poseidon-2 Radar-Altimeter, das auf die guten Erfahrungen mit Poseidon-1 aus der Topex/Poseidon Mission zurückgreifen konnte. Es ist ein sehr zuverlässiges, sehr kompaktes, leichtes und wenig Strom verbrauchendes Gerät. Poseidon-2 sendet Impulse in zwei Frequenzbereichen aus und empfängt deren Reflexion an der Erdoberfläche (13,6 und 5,3 GHz, die zweite Frequenz wird genutzt, um Verzögerungen durch den Elektronengehalt in der Ionosphäre zu kompensieren) Die Parabolantenne hat einen Durchmesser von 1,2 m mit einem Antennengewinn von 42 dB. Die Konstruktion des Senders beruht auf einem Leistungsverstärker auf Halbleiterbasis.

Die sehr große Höhe des Orbits von Jason-1 verringert die Einflüsse der Atmosphäre und des Gravitationsfeldes der Erde auf ein Minimum, was notwendige Bahnkorrekturen leichter und präziser macht. Des Weiteren bietet die Nutzung der gleichen Bahnparameter wie sein Vorgänger Topex/Poseidon eine bessere Vergleichsmöglichkeit der Daten. Die Umlaufbahn wurde auch bezüglich eines direkten Überflugs der gewählten Steuereinrichtungen am Boden in Cap Senetosa auf Korsica (Frankreich) und der Harvest Oil Rig Platform in Kalifornien (USA) gewählt. Nach den erforderlichen Korrekturen kann die Laufzeit des Radarsignals sehr genau berechnet werden um die relative Höhe der reflektierenden Objekte zu bestimmen.

Mehr Informationen auf der Jason-1 Webseite von Aviso
und auf der Webpräsentation von CNES für Jason 1 und 2