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Aufklärungsflugzeug „SRA-1”

SRA-1
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Bild 1: Golfstream III mit dem „SRA-1” unter dem Rumpf

Aufklärungsflugzeug „SRA-1”

Im Jahre 1984 stellte Grumman die „SRA-1”, eine modifizierte Golfstream III als eine zukünftige militärische Version eines Passagierflugzeuges vor. Die „SRA-1” erhielt unter seinem Rumpf ein POD mit dem Modell des „Side-Looking Airborne Modulated Multimode Radar (SLAMMR)” von Motorola und unter jedem Flügel drei Aufhängungen sowie kleinere Behälter an den Flügelenden, deklariert für die Aufnahme von Geräten für die elektronische Kampfführung. Das „SRA-1” erhielt zusätzlich eine neue große Frachttür für die Zuladung von größeren Elektronikracks als auch um dem Flugzeug eine Zweitfunktion als Transporter zu geben.

Motorolas „SLAMMR” ist ein weitreichendes Aufklärungsradar für die Nutzung als maritimes Patroullien- oder Grenzkontrollradar für die Geländeaufklärung. Die Installation im Flugzeug besteht aus den sieben Hauptbaugruppen Antennen, Antennensteuereinheit, Sender/Empfänger, Videoprozessor, Anzeige, Steuereinheit und Datenverarbeitungsprozessor. Die Antennen bestehen aus lagestabilisierten Hohlleiterschlitzantennen. Diese können für eine ungehinderte Seitensicht sowohl in einem Behälter unter dem Flugzeugrumpf als auch paarweise links und rechts am Flugzeugrumpf montiert werden.

Die übrigen Baugruppen sind entweder Paletten- oder Rack- Konstruktionen, um eine leichte Montage/Demontage im Flugzeugrumpf zu ermöglichen. Der Displayprozessor sichert eine Laufzeitberechnung des Radars und verknüpft die Anzeige mit den Daten eines Trägheitsnavigationssystemes. Der Sender arbeitet mit einem Magnetron und der Empfänger nutzt rauscharme HF- Verstärker. Die Antennensteuereinheit schaltet die Sendeleistung abwechselnd an die linke und rechte Antennengruppe.

Die Radardaten können in Echtzeit an eine Bodenstation gesendet werden und für eine spätere Verwendung aufgezeichnet werden. Der Videoprozessor ermöglicht eine weitreichende Erfassung von beweglichen Zielen bis zu einer Entfernung von 148 km z.B. für Grenzkontrollzwecke als auch eine Radarvermessung der Erdoberfläche für geologische Erkundungen.

Die SAR-1 bildete den Start einer weitgefächerten Entwicklung von Aufklärungsflugzeugen auf der Basis kleinerer Passagierflugzeuge. In der Folge kamen viele Versionen wurden unter verschiedensten Namen auf der ganzen Welt in den Einsatz. „General Dynamics” entwickelte sogar ein eigenes Konzept einer Gulfstream V EW- Version, genannt „EC-37 Special Mission Aircraft (SMA)” welches ganz offensichtlich ein Nachfolger der „SRA-1” ist.