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INDERA MX-2 & MX-3 Radar

Beschreibung des Radargerätes; ausgewählte Taktisch-technische Daten

Bild 1: Antenne mit Drehtisch des INDERA MX-2, eine FMCW-Radaranwendung an Bord eines indonesischen Schiffs

Bild 1: Antenne mit Drehtisch des INDERA MX-2, eine FMCW-Radaranwendung an Bord eines indonesischen Schiffs
(© 2013 www.irctr-i.com)

Technische Daten
Frequenzbereich:   X–Band
Modulationszyklus: 0.5 ms
Modulationsfrequenz: 2 kHz
Senderbandbreite: 60 MHz
Durchschnittsleistung: 0,1 … 5 W
angezeigte Entfernung: 20 nm (37 km)
Entfernungsauflösung: 0,9 … 72 m
Horizontaler Öffnungswinkel: 1,6°
Vertikaler Öffnungswinkel: 20°
Nebenkeulendämpfung: < 20 dB
Antennendrehung: max. 20 U/min

INDERA MX-2 & MX-3 Radar

Das Internationale Forschungszentrum für Telecommunication und Radar – Indonesien (IRCTR-I) entwickelte eine Radartechnik die uneingeschränkt als Aufklärungsmittel für kurz- bis mittlere Entfernungen in der Luft-, See- und Küstenschifffahrt nutzbar ist. Die verwendete Technologie beruht auf dem FMCW-Radarverfahren.

Im Gegensatz zu Impulsradargeräten, die meist eine hohe Sendeleistung in der Größenordnung von einigen zehn Kilowatt oder sogar noch höher haben, genügt bei dem FMCW-Verfahren eine sehr geringe Sendeleistung in der Größenordnung von einigen Watt. Durch solch eine niedrige Sendeleistung ist das FMCW Radar von den meisten Electronic Support Measures (ESM)-Empfängern praktisch nicht aufklärbar. Radargeräte mit einer solchen Eigenschaft fallen in die Kategorie der Low Probability of Intercept (LPI) Radargeräte welche sich heutzutage zu unverzichtbaren Sensoren für militärische Anwendungen unter Bedingungen der elektronischen Kriegsführung entwickelt haben. LPI-Radargeräte gehören deshalb bei vielen Seestreitkräften der Welt zur militärischen Ausstattung.

Die durch IRCTR-I entwickelte FMCW- Radartechnologie kann in der Marine zum Bau verschiedener Radartypen genutzt werden, einschließlich maritimer Navigationsradargeräte sowie Küstenschutzradargeräte mit dem Vorzug der LPI Eigenschaften in den Frequenzbändern S, C, X und dem K–Band. Außerdem kann das Radar aufgrund seiner geringen Sendeleistung vollständig auf Halbleiterbasis unter Verwendung handelsüblicher Baugruppen (Commercial Off-The-Shelf Prinzip, COTS) aufgebaut werden, was gleichzeitig zu niedrigeren Produktions- und Wartungskosten führt.

Die oben genannte Technologie wurde von der Firma Radar & Communication Systems (RCS) aus Indonesien umgesetzt, um die Indera MX-2 und MX-3 Radare zu produzieren. Die Radargeräte INDERA MX-2 und MX-3 sind LPI-Radare, die im maritimen Radarband des X–Bandes arbeiten und für die Entdeckung von Zielen auf der See optimiert wurden. Eine Anzahl dieser Radargeräte wurden von der indonesischen Marine gekauft und sind derzeit an Bord verschiedener Schiffe der Marine in Betrieb.

Die Eigenschaften dieser Radare sind: maritimes LPI Radar in Halbleiterbauweise, FMCW-Verfahren, 5 Watt maximale Sendeleistung, Frequenzagilität, ARPA-Funktionalität, integrierte elektronische Seekarte ECDIS S-57, integriertes AIS, GPS und Kompass, Fähigkeit zur eigenständigen Navigation mit anpassungsfähiger konstanter Falschalarmrate (CFAR) sowie Dopplerfrequenz- und FFT-Verarbeitung

Quelle: Internationales Forschungszentrum für Telekommunikation und Radar – Indonesien (IRCTR-I)

Bildergalerie des AN/SPS-48
Antenne mit Drehtisch des INDERA MX-3 während der Installation
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Bild 2: Antenne mit Drehtisch
des INDERA MX-3
während der Installation
(© 2013 www.irctr-i.com)
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Bild 3: Vorschau von zwei Datenblättern
des Herstellers