www.radartutorial.eu www.radartutorial.eu Radargerätekartei - Gefechtsfeldradar

5N62V

Beschreibung des Radargerätes; ausgewählte Taktisch-technische Daten

Bild 1: 5N62V

Bild 1: 5N62V

Technische Daten
Frequenzbereich:
Pulswiederholzeit:
Pulswiederholfrequenz:
Sendezeit (τ):
Empfangszeit:
Totzeit:
Pulsleistung:
Durchschnittsleistung: 3 kW
angezeigte Entfernung: 180 … 300 km
Entfernungsauflösung:
Genauigkeit:
Öffnungswinkel: 0,7° oder 1,4°
Trefferzahl:
Antennenumlaufzeit:
MTBCF:
MTTR:

5N62V

Das 5N62V (kyrillisch: 5Н62В; NATO-Bezeichnung: Square Pair) ist ein Raketenleitradar für das Boden-Luft-Raketensystem S-200VE (NATO-Bezeichnung: SA-5 Gammon).

Die Ursprungsversion S-200A mit dem Codenamen Angara (kyrillisch: «Ангара») wurde seit 1958 entwickelt und hatte eine Reichweite von bis zu 180 km. Die Folgeversion S-200V mit dem Codenamen Vega (kyrillisch: «Вега») erschien ab 1970 mit einer Reichweite von bis zu 240 km. Ab 1975 war die Version S-200D mit dem Codenamen Dubna (kyrillisch: «Дубна») verfügbar mit einer Reichweite von bis zu 300 km. Diese Version soll angeblich auch Raketen mit einem Atomsprengkopf verschießen können.

Das Radar ist ein Beleuchtungsradar für eine halbaktive Zielverfolgung mit unterschiedlichen Antennen für Senden, Empfangen und für das Senden von Raketenkommandos. Es verwendet zwei Betriebsarten: unmoduliertes Dauerstrichradar mit einer Auswertung der Dopplerfrequenz des Zieles sowie bi-phasenkodiertes moduliertes Dauerstrichradar zur Messung der Zielentfernung. Aufgrund der technischen Einschränkungen eines Dauerstrichradars konnte das Raketenleitradar stets nur ein Einzelziel bekämpfen.

Die Sendeenergie wurde durch ein Reflexklystron vom Typ K-89 erzeugt. Die Sendefrequenz ist quarzstabilisiert und wird durch eine Reihe von Frequenzvervielfachern bereitgestellt. Es wird leider keine Angabe über die Höhe der Sendefrequenz veröffentlicht. Aufgrund der Bewertung der Antennen (Verhältnis Wellenlänge zur Antennenfläche und Öffnungswinkel) kann sie aber möglicherweise im S-Band liegen.

Beginn der 80er Jahre wurde die Version Vega unter der Bezeichnung S-200VE auch in andere Staaten des Warschauer Paktes exportiert.