www.radartutorial.eu www.radartutorial.eu Radargerätekartei - Gefechtsfeldradar

MEADS

Beschreibung des Radargerätes; ausgewählte Taktisch-technische Daten

MEADS
(click to enlarge: 787·448px = 75 kByte)
Bild 1: zeichnerische Impression des Raketenkomplexes „MEADS”

Der Raketenkomplex MEADS (Medium Extended Air Defense System) ist eine Gemeinschaftsentwicklung der USA, Italiens und Deutschlands und soll den FLA-Raketenkomplex PATRIOT bei der Bekämpfung von Taktisch- Ballistischen Raketen ergänzen und in der Folge auch ersetzen. Die deutsche Entwicklung geschieht unter der Federführung der Firma EADS. Die deutschen Investitionskosten sind mit einer Milliarde Euro für die Entwicklung und drei Milliarden Euro für die Beschaffung von 12 Systemen geplant. Als Folge der immensen Kosten ist gesamte Projekt allerdings in der Politik umstritten.

MEADS Aufklärungs- und Zielzuweisungsradar

Bild 2: Das MEADS Aufklärungs- und Zielzuweisungsradar arbeitet im UHF-Bereich

In Hinsicht auf eine kürzere Reichweite und der Bekämpfung von weniger anspruchsvollen Ziele könnte MEADS mit einem zweiten Raketensystem ergänzt werden: der IRIS-T-SL (Surface Lounched), einer bodengestützten Version der Infrarot- gelenkten Rakete IRIS-T mit einem Feststoffantrieb. Dieses hochmobile System kann in ein Luftverteidigungsnetzwerk über eine „Plug & Fight” Datenschnittstelle integriert werden. Eine Datenfunkverbindung sorgt für die Übermittlung von Zielinformationen auch während des Fluges zur Rakete.

MEADS- Radar in Italien
(click to enlarge: 800·600px = 23 kByte)

Bild 3: MEADS- Radar in Italien

Während der abschließenden Systemdemonstration in Italien hat das MEADS erfolgreich eigene Ziele erkannt und feindliche ballistische Raketen vernichtet. Zwei Radargeräte sind pro Feuereinheit vorgesehen: ein X-Band Feuerleitradar und ein Zielzuweisungsradar (UHF-Band). Externe Aufklärungs- und Zielzuweisungsradargeräte können zusätzliche Daten in jeden Gefechtsstand des Batallions einspeisen.

Der Raketenkomplex MEADS nutzt aus Kostengründen die PAC-3 Raketen des „Patriot”. Eine Feuerbatterie wird bedient von 19 Soldaten und besteht aus einem Aufklärungsradar, zwei Feuerleitradargeräten (Multifunktionsradar, kann möglicherweise auch die Zielsuche durchführen), zwei Gefechtsständen und sechs Starteinrichtungen mit je 12 Raketen. Bereits ein Feuerleitradar, ein Gefechtsstand und eine Starteinrichtung sind als kleinste Einheit autonom handlungsfähig.

Quellen: www.army-technology.com
www.fas.org