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76N6 Zielzuweisungsradar gegen Tiefflieger

NATO-Bezeichnung “Clam Shell”
Beschreibung des Radargerätes; ausgewählte Taktisch-technische Daten

Bild 1: Zielzuweisungsradar 76N6 (© 2008 Wikipedia)

Bild 1: Zielzuweisungsradar 76N6 (© 2008 Wikipedia)

Technische Daten
Frequenzbereich: I–Band
Pulswiederholzeit: k.A. (FMCW-radar)
Durchschnittsleistung: 1.4 kW
angezeigte Entfernung: 120 km
Entfernungsauflösung: 4 km
Winkelauflösung:

76N6 Zielzuweisungsradar gegen Tiefflieger

NATO-Bezeichnung “Clam Shell”

Das Radar wird zurzeit durch die Moskauer Firma LEMZ (Lianozovo) vermarktet. Das 76N6 ist ein speziell gegen tieffliegende Ziele entworfenes FMCW- Radar. Das FMCW- Radarverfahren hat den Vorteil, dass viele Radarwarner darauf nicht reagieren können, da es für diese Reichweite eine sehr geringe Sendeleistung hat und die Radarwarner oft Impulsleistungen erwarten. Das Radar soll gegen Marschflugkörper (“Cruise Missiles”) eingesetzt werden und kann Flugziele mit extrem geringer effektiver Reflexionsfläche auch in einer Umgebung mit starken Festzielstörungen sowie in aktiven Störungen auffassen und begleiten. Das Radar hat einen vollautomatischen Betrieb und stellt die Zielzuweisungen für stationäre und mobile Varianten des SA-10 “Grumble” sicher. Anfliegende und abfliegende Ziele werden erfasst, die Zielentfernung und Zielgeschwindigkeit sowie der genaue Seiten- und Höhenwinkel gemessen. Es werden Antennen mit 1° oder 6° Winkelauflösung angeboten mit einer wählbaren Polarisationsrichtung. Das Radar nutzt getrennte Sende- und Empfangsantennen mit einem großen keilförmigen Dämpfungselement dazwischen, welches auch als Träger der Strahler fungiert und ein direktes Übersprechen von Sendeantenne zur Empfangsantenne verhindert. Beide Parabolreflektoren haben eine Kantenlänge von je 2,80 m.