www.radartutorial.eu www.radartutorial.eu Radargerätekartei - Flugsicherungsradar

RP-5G

Beschreibung des Radargerätes; ausgewählte Taktisch-technische Daten

Bild 1: Präzisionsanflugradar RP-5G

Technische Daten
Frequenzbereich: 9 250 - 9 500 MHz
Pulswiederholzeit:  
Pulswiederholfrequenz: 1,8; 2; 2,2 kHz ±10%
Sendezeit (τ): 0,5 µs
Empfangszeit:  
Totzeit:  
Pulsleistung: 2 • 150 kW
Durchschnittsleistung:  
angezeigte Entfernung: 30 km
Entfernungsauflösung:  
Öffnungswinkel: β = 0,8°; ε = 0,5°
Trefferzahl:  
Antennenumlaufzeit:  

RP-5G

Das RP-5G ist ein Präzisionsanflugradar der ehemaligen Firma TESLA Pardubice. Es ist noch auf vielen Flughäfen in Osteuropa und Asien in Betrieb und es stehen viele Modernisierungsangebote von osteuropäischen Firmen zur Verfügung.

Das RP-5G besteht praktisch aus zwei unabhängigen Radargeräten: eines für den Kurs und eines für den Gleitweg. Jedes Einzelgerät ist ein Frequenz-Diversity-Radar mit zwei identischen abstimmbaren Magnetron-Sendern. Der Frequenzabstand zwischen diesen Sendern beträgt 150 MHz, der zeitliche Abstand beider Sendeimpulse 1 µs. Es wird mit drei verschiedenen Impulsfolgefrequenzen gearbeitet, die im Verhältnis von 9:10:11 stehen und die sich alle drei Impulsperioden wiederholen. Mit dieser Maßnahme wird der Effekt von Blindgeschwindigkeiten im System für die Festzielunterdrückung verringert. Zusammen mit den beiden verschiedenen Sendefrequenzen können keine Blindgeschwindigkeiten auftreten. Die Zwischenfrequenz in den Empfängern ist 30 MHz mit einer Bandbreite von 3,2 MHz. Die Rauschzahl des Empfängers beträgt 8 dB.

Die Antennen bestehen aus Parabolreflektoren, den Strahlern und den Polarisatoren. Die horizontale Kursantenne schwenkt entweder mit ±10° oder mit ±15° von der Mittellinie. Ein mechanischer Tilt von -2,5° … +7,5° kann eingestellt werden. Die vertikal ausgerichtete Gleitwegantenne schwenkt mit -1° bis +9° von der Horizontalen. Ein kompletter Schwenkzyklus wird in etwa 0,6 Hz ausgeführt, die Datenerneuerungsrate beträgt mindestens 1 Hz. Es kann mit linearer oder zirkularer Polarisation gearbeitet werden. Da bei zirkularer Polarisation die Reflexionen an verteilten Hydrometeoren in einem Volumenziel (Regengebiet) leicht unterdrückt werden, können mit dieser Polarisationsart die Punktziele (Flugzeuge) in diesem Volumenziel besser erkannt werden.