www.radartutorial.eu www.radartutorial.eu Radargerätekartei - Radar für Satellitenvermessung

AN/TPS-71 (ROTHR)

Beschreibung des Radargerätes; ausgewählte Taktisch-technische Daten

Bild 1: Das Antennenfeld für den Empfang hat eine Länge von 2,6 km.

Bild 1: Das Antennenfeld für den Empfang hat eine Länge von 2,6 km.

Technische Daten
Frequenzbereich: 5 − 28 MHz
Pulswiederholzeit:  
Pulswiederholfrequenz:  
Sendezeit (τ):  
Empfangszeit:  
Totzeit:  
Pulsleistung: 200 kW
Durchschnittsleistung:  
angezeigte Entfernung: 926 − 2  963 km
Entfernungsauflösung:  
Öffnungswinkel:  
Trefferzahl:  
Antennenumlaufzeit:  

AN/TPS-71 (ROTHR)

Das AN/TPS-71Relocatable Over-The-Horizon Radar (ROTHR) ist ein landgestütztes taktisches bistatisches HF-, Over-The-Horizon (Backscatter)-Radar welches zur Unterstützung taktischer Verbände die Positionen sowohl von Flugkörpern als auch von Schiffen aufklären kann. Nach Wahl des Bedienungspersonals kann das System für die gesamte Überwachung und Verfolgung von Zielen innerhalb eines bestimmten Bereichs besonderen Interesses verwendet werden, oder in diesem Bereich die Stärke eines angreifenden Verbandes zu beurteilen. Die Verlegbarkeit des ROTHR betrifft die Sender, die Empfänger und die Steuerzentrale, welche alle in Standard-Containern eingebaut sind. Diese Container können problemlos zu Land, zur See oder per Lufttransport zu einem neuen Standort transportiert werden. Die Antennenfelder mit den Zuleitungskabeln sind von der Verlegbarkeit nicht betroffen. Die neuen Standorte müssen schon mit den fertig verkabelten Antennenfeldern vorbereitet sein.

Das ROTHR System muss sich kontinuierlich auf sich ändernde Ionosphärenbedingungen anpassen. Diese Bedingungen werden durch spezielle Messradare aufgeklärt, welche die Höhe der reflektierenden Schicht in der Ionosphäre messen. Mit derart Messungen kann das Radar sich an die Tag, Nacht oder zu jeder Jahreszeit sich ändernden Ionosphärenbedingungen anpassen.

Das Radargerät besteht aus drei eigenständigen Baugruppen: die Senderstellung, die Empfängerstellung und die Steuerzentrale. Die Sender- und Empfängerstellung sind mit einem Abstand von 92 bis 185 km aufgebaut. Die Senderstellung stellt auf Kommando der Steuerzentrale die Beleuchtung mit den elektromagnetischen Wellen sicher. Sie ist auch für den Betrieb der zusätzlichen Messradare zuständig. Der Sender ist in Halbleitertechnologie aufgebaut und sendet mit etwa 200 kW in dem Frequenzband von 5 bis 28 MHz in einen etwa 64° breiten Sektor bis in eine Entfernung von 926 bis 2 963 km. Die Entfernungsauflösung wird ermöglicht, indem das Sendesignal mit 25 KHz moduliert wird. Auf welcher Frequenz gesendet wird ist abhängig von den ermittelten Bedingungen in der Ionosphäre. Das Antennenfeld für den Empfang hat 372 Strahler-Paare, die über eine Länge von 2,58 km verteilt sind. Sie müssen im Abstand mit einer Genauigkeit von weniger als 4 cm untereinander und von Ende-zu-Ende aufgebaut werden. Jedes Antennenpaar hat einen eigenen Empfänger und einen eigenen Analog/Digitalwandler. In der Empfängerstellung werden elektronisch schwenkbare Empfangsdiagramme gebildet. Das geschieht in einem Signalprozessor, der auch die Entfernung berechnet, die Dopplerfrequenzen auswertet und die Zielzeichen generiert. Die erkannten Ziele werden zusammen mit deren Rohdaten und den Signalen der Messradare an die Steuerzentrale zur weiteren Auswertung gesendet.

ROTHR stellt die Aufklärung und Zielbegleitung in einer Anzahl von Sektoren sicher, die „Beleuchtungszonen“, “Dwell Illumination Regions” (DIRs) genannt werden, welche vom Bediener ausgewählt werden. Das System kann bis zu 12 solcher DIRs zur gleichen Zeit überwachen und bündelt seine Sendeenergie in jedem Sektor für bis zu 49 Sekunden. ROTHR kann auch im Zeitmultiplex arbeiten, so dass sowohl Flugzeuge als auch Schiffe gleichzeitig verfolgt werden können.

Die Steuerzentrale ist das Nervenzentrum des Systems und ist für die Verarbeitung der reflektierten Zielinformation zuständig. In diesem Zentrum kommunizieren die Benutzer mit dem System über Bildschirmarbeitsplätze, die durch eine Datenverarbeitungs-Unterbaugruppe angesteuert werden. Das System arbeitet weitgehend automatisch, aber die Automatik kann bei Bedarf manuell außer Kraft gesetzt werden. Die Steuerzentrale kann entweder gemeinsam in einer der Stellungen oder getrennt über eine Satellitenfunkverbindung betrieben werden. Letztere Konfigurationsmöglichkeit führt zu einer signifikanten Kostenreduktion im Betrieb und bei der Wartung, da die Benutzer des Radars dieses an weit entfernten Standorten fernbedienen können.

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Bild 2: Senderstellung

Bild 3: Sendeantenne