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Toter Trichter

Bild 1: Der tote Trichter genau über dem Radar

Der tote Trichter genau über dem Radar

Bild 1: Der tote Trichter genau über dem Radar

Toter Trichter

Rundsuchende Radargeräte, wie zum Beispiel ein Air Surveillance Radar (ASR) sind nicht in der Lage, Flugziele zu orten, die in relativ großer Höhe genau über dem Flugplatz fliegen. Dieser Bereich wird Toter Trichter genannt. Die Ausmaße dieses Trichters hängen von dem maximal möglichen Höhenwinkel der Radarantenne ab. Wenn sich die Antenne dreht, dann beschreibt dieser maximale Höhenwinkel eine auf dem spitzen Ende stehende kegelförmige Figur genau über dem Standort der Antenne.

Bei den meisten Radargeräten beträgt der Radius eines Kreises, der einen waagerechten Schnitt durch diesen Trichter in der betrachteten Flughöhe bedeutet, etwa den doppelten Betrag der Flughöhe. Das heißt, dass ein Flugziel mit einer Flughöhe von 10.000 Fuß (entspricht etwa 3000 m) erst ab einer Mindestentfernung von 6 km geortet werden kann. Da dieses Problem nur in großen Höhen auftritt, kann dieses Flugzeug bei durch vernetzte Radargeräte (zum Beispiel das MilRadnet) leicht durch ein benachbartes Radar aufgefasst und somit trotzdem auf dem Sichtgerät dargestellt werden.

Dieser Begriff wird auch bei luftgestützten Side-looking Radargeräten entsprechend angewendet. Hier wird allerdings ein Bereich in Flugrichtung vorraus, beziehungsweise dieser Richtung entgegengesetzt, als toter Trichter bezeichnet.