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Quasioptische Sicht

Elektromagnetische Wellen verhalten sich fast wie Lichtstrahlen und können also nach optischen Gesetzmäßigkeiten berechnet werden. Das ist auch nicht verwunderlich, da ja Licht auch nur als eine elektromagnetische Welle betrachtet wird. Der Unterschied besteht nur in der Frequenz, die beim Licht sehr viel größer ist, als bei elektromagnetischen Wellen im Radarbereich.

Die quasioptische Sicht ist wegen der bei tieferen Frequenzen ausgeprägteren Beugung etwas weiter als die optische Sicht. Der Radarhorizont liegt also tiefer als der optische Horizont. Hindernisse auf dem Weg dorthin wirken sich auch unterschiedlich aus. Ein paar Bäume wirken sich auf die optische Sicht fatal aus, während elektromagnetische Wellen dieses Hindernis u.U. durchdringen können.

Ein erhöhter Beobachterstandort ist in der Optik genauso effektiv wie ein erhöhter Antennenaufbau für die elektromagnetischen Wellen, da durch die Krümmung der Erdoberfläche flache Gegenstände sehr schnell hinter dem Horizont verschwinden.

Das folgende Diagramm mit der Näherungsgleichung verdeutlicht die Sichtbarkeit von Tieffliegern für eine Radarantennenhöhe von 25 m (ohne Berücksichtigung von Geländeunebenheiten).

Bild 1: Quasioptische Sicht

Bild 1: Quasioptische Sicht

Bild 1: Quasioptische Sicht