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Potenzialspeicherröhre

Bild 1: Potenzialspeicherröhre LN-9

Bild 1: Potenzialspeicherröhre LN-9

Potenzialspeicherröhre

Eine Potenzialspeicherröhre ist eine Elektronenstrahlröhre, die in analogen Radargeräten aus sowjetischer Produktion als Speicher für eine Zwischenperiodenkompensation verwendet wurde.

Deren Funktion ähnelt der einer normalen Bildröhre. Anstelle des Bildschirmes ist eine Platte mit einer Cäsiumschicht als Speicher in die Röhre eingebaut. Trifft der Elektronenstrahl auf einen Punkt auf dieser Cäsiumplatte, dann werden dort Elektronen aus dem Elektronenstrahl aufgenommen, es entsteht ein kleiner Stromimpuls. Trifft der Elektronenstrahl ein zweites Mal auf diese Stelle, dann können nur dann weitere Elektronen aufgenommen oder abgegeben werden, wenn sich die Energie des Elektronenstrahls, der auf diesen Punkt trifft, ändert.

Um die Cäsiumfläche möglichst effektiv auszunutzen, wird die gesamte Auslenkperiode in einer spiralförmigen Auslenkung auf dieser Platte gespeichert. Für eine Selektion beweglicher Ziele (SBZ) wird als Eingangssignal das Echosignal aus dem Kohärentkanal verwendet (Demodulation mit Phasendiskriminator). Hier kann das Ausgangssignal direkt weiterverarbeitet werden, da die Festziele mit konstanter Phase sich von Periode zu Periode nicht ändern. Bewegliche Ziele haben eine von Periode zu Periode unterschiedliche Phasenlage und ergeben damit ein Ausgangssignal. Festziele mit konstanter Amplitude und Phasenlage werden unterdrückt.

Für die Betriebsart „Unterdrückung nichtsynchroner Störungen“ (UNS) wird als Eingangssignal der Amplitudenkanal verwendet (Demodulation mit einfacher Diodenschaltung). Von Periode zu Periode werden nun alle Signale unterdrückt außer die kurzen nichtsynchronen Störimpulse, die nicht von Periode zu Periode gleich sind. Das Ausgangssignal sind dann also diese Störimpulse, die in einer nachfolgenden Subtraktionsstufe von dem Original-Echo subtrahiert werden müssen.