Kohärentoszillator
Der Kohärentoszillator („COHO”) in einem pseudo-kohärenten Radargerät ist ein sehr frequenzstabiler freischwingender Oszillator, der auf der Zwischenfrequenz schwingt und eine interne Phasenreferenz zur Festzielunterdrückung bereitstellt.
Durch einen Richtkoppler in der Antennenzuleitung wird von jedem Sendeimpuls des Magnetrons ein kleiner Teil der Energie ausgekoppelt. Diese wird auf die ZF heruntergemischt und synchronisiert die Phasenlage des Kohärentoszillators. Dieser schwingt nun mit der Phasenlage des Magnetrons über die gesamte Empfangszeit weiter. Das ist notwendig, weil das Magnetron in jedem Sendeimpuls mit einer zufälligen Phasenlage schwingt und mit Ende des Sendeimpulses diese Phasenlage des Magnetrons gespeichert werden muss, auch wenn das Magnetron nicht mehr weiterschwingt. Die auf Zwischenfrequenz heruntergemischte Sendefrequenz wird meist parallel zum Schwingkreis des Kohärentoszillators gelegt. Sie hat eine viel größere Leistung als der Kohärentoszillator und zwingt ihm somit die Phasenlage des Senders auf. Der Kohärentoszillator speichert so die Phasenlage des letzten Sendeimpulses und stellt sie für die Empfangszeit dem Empfänger zur Verfügung. Das ist auch der Grund, weshalb Pseudo-Kohärente Radargeräte auch „coherent on receive”, also kohärent auf dem Empfangsweg genannt werden.
Vom Kohärentoszillator wird das Signal zu den Phasendetektoren geführt, in welchem die Zwischenfrequenz von dem Echo getrennt wird. Am Ausgang des Phasendetektors liegt dann das Videosignal an. Festziele haben nun eine konstante Amplitude und Ziele mit einer Dopplerfrequenz bilden auf dem Oszilloskop ein bipolares Video.



