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Ferritzirkulatoren

Antenne
Sender
Antenne
Empfänger

Bild 1: Arbeitsprinzip eines Ferritzirkulators

Ferritzirkulatoren werden oft als Duplexer eingesetzt. Ihre Funktion besteht darin, dass sich die Energie am Eingang (1) zunächst in zwei gleiche Teile trennt, die aber durch das Ferrit eine unterschiedliche Ausbreitungsgeschwindigkeit erhalten.

Antenne
Sender
Antenne
Empfänger

Bild 1: Arbeitsprinzip eines Ferritzirkulators

Am Anschluss 3 liegen beide Signalhälften gegenphasig an, sie löschen sich also gegenseitig aus.

Am Anschluss 2 sind beide Signalhälften gleichphasig, sie addieren sich also wieder zum vollständigen Signal.

Durch den symmetrischen Aufbau des Ferritzirkulators ist es möglich, durch die Wahl des Anschlusses immer eine definierte Wegrichtung zu bestimmen. Wenn an einem Anschluss sich eine Antenne befindet, wird immer die Sendeenergie zur Antenne geleitet, während die Echosignale immer den Weg zum Empfänger finden!

Ferritzirkulatoren können auch als Schutz vor Reflexionen eingesetzt werden und werden dann Isolatoren genannt. In diesem Fall wird an Anschluss 3 ein genügend dimensionierter Abschlusswiderstand angebracht, der die reflektierte Energie vom Anschluss 2 in Wärme umsetzt, während die gewünschte Signalflussrichtung vom Anschluss 1 nach Anschluss 2 einen ungehinderten Durchgang erhält.

Ferritzirkulator für 1030 MHz
Bild 2: Ferritzirkulator für 1030 MHz