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Slipring- Unit

Slipring- Unit rotierenter Teil der Slipring-Unit mit den Kontaktringen statischer Teil derSlipring-Unit mit den Schleifern

Bild 1: Teile einer Slipring- Unit

Bei einem Radargerät mit sich ständig drehender Antenne muss nicht nur die Sendeenergie mit einem HF- Drehübertrager vom festen Teil (Stator) des Drehtisches (engl.: Turn Table) auf den drehenden Teil (Rotor) übertragen werden, sondern auch Versorgungsspannungen und eine Vielzahl von Schalt- und Steuersignalen sowie Datenleitungen.

Das Bild zeigt Teile einer Slipring- Unit (deutsch: Schleifring- Übertrager) des Wetterradargerätes Meteor 1500 von Gematronik. In einen aus Plast gegossenen (aus isolierendem Material) Träger sind ringförmige Kontaktflächen eingelassen, auf denen ein Federkontakt während der Drehung den Stromfluss ermöglicht. Die Oberflächen sind hart vergoldet. Um möglichst verschleissarm zu arbeiten, drückt die Kontaktfeder so schwach wie möglich, aber trotzdem ausreichend stark für einen sicheren Stromfluss gegen die sich drehende ringförmige Kontaktfläche.

In dem gezeigten Beispiel besteht die Kontaktfeder aus einem dünnen hart vergoldeten Stahldraht, der in eine Träger- Leiterplatte eingelötet ist. Wenn größere Ströme übertragen werden müssen, dann besteht die Kontaktfeder aus großflächigen Kohlekontakten. Durch den Abrieb an den Kohleflächen entsteht ein Grafitstaub, der turnusmäßig während der Wartungszyklen entfernt werden muss, um Kurzschlüsse zu vermeiden. Hartvergoldete Kontakte sind dagegen wartungsfrei.