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Richtkoppler

Richtkoppler

Bild 1: Prinzip eines Richtkopplers in einer koaxialen Leitung

Richtkoppler

Bei einem Richtkoppler handelt es sich um einen kurzen koaxialen Leitungsabschnitt, dessen Wellenwiderstand dem der verwendeten Leitung entspricht. Im wellenführenden Innenraum dieses Leitungsabschnittes befindet sich parallel zum Innenleiter eine Messschleife, die je nach Einbaurichtung entweder nur aus der hinlaufenden, oder der rücklaufenden Welle eine bestimmte Spannung auskoppelt.

Da im Messzweig die durch die kapazitive Kopplung und die durch induktive Kopplung hervorgerufenen Ströme gleichzeitig vorhanden sind, können sie sich in Abhängigkeit von ihrer Phasenlage - je nach Richtung des Stromes im Innenleiter - entweder addieren, oder gegeneinander aufheben.

Richtkoppler

Bild 2: Richtkoppler

Als die Hauptrichtung eines Richtkopplers bezeichnet man die Einbaurichtung, bei der vom Messzweig die Spannung der hinlaufenden Welle (Vorlauf) gemessen wird. Die Spannung der rücklaufenden Welle tritt am Messausgang auf, wenn der Richtkoppler in der Gegenrichtung eingebaut wird.

Oft werden in für Messzwecke verwendete Richtkoppler auch gleich die benötigten Dämpfungsglieder oder Detektordioden mit eingebaut. Diese Richtkoppler haben dann allerdings nicht mehr einen so großen Frequenzbereich bzw. benötigen eine kalibrierte Korrekturtabelle für die frequenzabhängigen Dämpfungswerte.

Richtkoppler in Streifenleitertechnik
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Bild 3: Richtkoppler in Streifenleitertechnik