www.radartutorial.eu Grundlagen der Radartechnik

Radom

Par-80 Radom
Bild 1: ein mit atmosphärischem Überdruck stabil gehaltenens Radom für ein PAR-80

RRP-117 - Radom
Bild 2: das formstabilere Radom der Radarstation auf dem „Großen Arber”


Bild 3: Radom aus glasfaserverstärktem Kunstharz

Radom aus glasfaserverstärktem Kunstharz mit einer Klimaanlage, 
© 2009 Christian Wolff 
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Bild 3: Radom aus glasfaserverstärktem Kunstharz mit einer Klimaanlage

Radom

Antennenkonstruktionen sind immer anfällig gegen die Witterung, besonders wenn sie sich drehende Teile enthalten. Deswegen werden aufwändige Maßnahmen getroffen, um diese Witterungseinflüsse von der Antennenanlage fernzuhalten. So kann diese Funktion durch eine gummierte Hülle übernommen werden, die durch einen Überdruck, der durch ein Gebläse erzeugt wird, formstabil gehalten wird.

Als Beispiel hierfür das Radom des Präzisions- Anflug- Radars PAR-80.

Aber auch formstabilere Konstruktionen, die ohne atmosphärischem Überdruck auskommen, werden eingesetzt. Wichtig ist dabei, dass das Material für die elektromagnetischen Wellen möglichst durchlässig ist.

Dieses Gebilde erhielt wieder einen Kunstnamen: RAdar DOMe (Also eine Radar- Kuppel.)

Diese Schutzhülle soll die elektromagnetische Strahlung möglichst wenig reflektieren, absorbieren, brechen oder streuen und soll eine möglichst geringe Durchgangsdämpfung aufweisen. Die Dämpfung eines Radoms für Radargeräte wirkt auf dem Sendeweg und auf dem Empfangsweg gleichermaßen. Deswegen spricht man von einer „Zweiwegdämpfung”. Typischer Wert für eine Zweiwegdämpfung für ein Radom aus geschäumten Material ist 0,3 dB, das sind insgesamt etwa 7 % Verluste an der Hochfrequenzenergie. Gemäß der Radargrundgleichung sind das etwa 2 % Reichweitenverlust.