www.radartutorial.eu Grundlagen der Radartechnik

Electronic CounterMeasures (ECM)

Bild 1: starke nichtsynchrone Impulsstörungen aus 30° auf dem Sichtgerät eines Radars (E-Band), der Plotextraktor wird übersteuert

Bild 1: starke nichtsynchrone Impulsstörungen aus 30° auf dem Sichtgerät eines Radars (E-Band), der Plotextraktor wird übersteuert

Definition von Störarten

Gemäß Definition kann ECM sowohl Störung als auch Täuschung sein. Dies ist ein wenig verwirrend, weil fast jede Art von aktiver ECM Strahlung ganz allgemein „Störung” genannt wird und auch die Berechnungen der „Störfestigkeit” eines Radars sich auf ein Verhältnis „Störung zu Signal” („jamming-to-signal” ratio, oder „J-to-S” ratio) beziehen und ebenfalls Störung als auch Täuschung umfassen. Deshalb wird in diesem Abschnitt der Begriff „Störsender” auf jeden ECM Sender, und der Ausdruck „Störung” auf jede ECM Aussendung angewendet, unabhängig davon, ob es sich um Täuschung, Tarnung oder Maskierung handelt.

Die Reichweite kann durch gewollte Störung eines Radargerätes stark verringert werden. Das kann u.a. durch folgende Maßnahmen verursacht werden:

  1. Maskierung vorhandener echter Ziele durch
    • aktive Störungen
      • unmodulierte Rauschstörungen
      • modulierte Rauschstörungen
      • gezielte Rauschstörungen
      • breitbandige Rauschstörungen
    • passive Störungen
       
  2. Einspielen von Falschzielen
    • synchrone Impulsstörungen
    • nichtsynchrone Impulsstörungen
    • Impulsantwortstörungen