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Dämpfung durch Regen

Bild 1: Regendämpfung

Dämpfung durch Regen

Die Dämpfung der elektromagnetischen Wellen durch Regen ist eine Funktion der Wellenlänge des Sendesignals.

Die oberste (blaue) Kurve zeigt als Ursache der Dämpfung die geometrische Ausdehnung eines Gewitters mit 20 km im Durchmesser mit einer zum Zentrum hin zunehmenden Niederschlagsmenge bis 100 mm/hr. Die nächste Kurve (in Pink) zeigt die im Pegel angeglichene Amplitude der Radarechos von einem Radargerät im S-Band. Die nächsten zwei Kurven zeigen das Gleiche von einem Radargerät im C-Band (Gelb) und einem im X-Band (Hellblau).

Es ist offensichtlich, dass das X Band- Radar von der Dämpfung am meisten betroffen ist und in diesem Gewitter nicht weit sehen kann, gleichzeitig treten im S-Band auch kaum Echos auf (was in dieser Grafik auf Grund der Pegelanpassung der Amplituden nicht gut erkennbar ist). Aus diesen Gründen wird ein Wetterradar im X-Band nur im Nahbereich verwendet. Radargeräte im S-Band werden in tropischen Klimazonen verwendet, weil diese recht gut durch solche Gebiete mit großen Niederschlagsmengen „durchsehen” können. Radargeräte im C-Band werden in gemäßigten Klimazonen bevorzugt und bieten einen guten Kompromiss zwischen erzielbarer Empfindlichkeit und Reichweite.