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Großraumwetterradar

Bild 1: Großraumwetterradar „Meteor 1500” Antenne in Adelaide (Australien), hier noch ohne schützendes Radom
Mit freundlicher Genehmigung von Gematronik Weather Radar Systems

Großraumwetterradar

Ebenso wie die Nahbereichs- Wetterradargeräte ist auch das Großraumwetterradar ein bodengestütztes Primärradargerät mit einem rotierenden Antennensystem. Konkrete Standortfestlegungen sind nicht nötig, es sollte nur darauf geachtet werden, dass sich die Radargeräte mit ihren Auffassungsbereichen überlappen, um eine lückenlose Sicherstellung mit Wetterdaten zu gewährleisten.

Technisch sind Großraumwetterradargeräte in der Lage, einen Auffassungsbereich von über 250 Nm (ca. 460 km) abzudecken. In der praktischen Anwendung wird diese große Entfernung aber wenig oder nicht genutzt, da die Genauigkeit des Wetterradars mit der Entfernung abnimmt. Normalerweise werden die Wetterdaten in ein Datennetz gespeist, in welchem eine Großwetterlage als Wetterbild generiert wird.

Die typische Antennendrehgeschwindigkeit kann bis zu 6 U/min betragen, obwohl z.B. in Frankreich mehrere Systeme mit weniger als 1 U/min arbeiten (z.B. Bordeaux 0,8 U/min). Da mehrere Höhenwinkel nacheinander abgetastet werden, kann ein komplettes Wetterbild nur alle 5 bis 15 Minuten zusammengestellt werden.