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Gematronik Weather Radar Systems
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Technisches Prinzip eines Wetterradars

Wetter picture
Bild 1: Wetterbild

Das technische Prinzip eines Wetterradars ist dem eines gewöhnlichen Primärradars sehr ähnlich und es unterliegt auch vielen gleich gearteten Problemen.

Der wichtigste Unterschied besteht darin, dass bei einem Radargerät für die Luftraumaufklärung ein Ziel nur detektiert wird (Target vorhanden: ja/nein), gemessen werden nur die Koordinaten des Zielstandortes. Bei einem Wetterradar hingegen wird das Echosignal auch in der Amplitude gemessen. Diese Daten geben schließlich Aufschluss darüber, in welcher Intensität und in welcher Konsistenz reflektierende Objekte im Beobachtungsraum existieren.

Es existieren aber auch noch mehr größere Unterschiede. Dies ist oft durch die Tatsache bedingt, dass das gesuchte Objekt eine unterschiedliche Form aufweist. Wolkenfelder haben nun mal bedeutend größere Ausmaße als ein Flugkörper, sind dafür aber für manche Frequenzen halbdurchlässig. Beste Ergebnisse im Sinne eines Wetterradars erzielen hier Mehrfrequenzradargeräte. (Die im Wetterradar eine andere Bedeutung haben, als in einem Mehrfrequenzaufklärungsradar.)

Radarprinzip: Ein elektromagnetischer Impuls bewegt sich (mit Lichtgeschwindigkeit) von einer Antenne bis zu einem Flugziel. Dort wird die Energie reflektiert und das Echo bewegt sich mit gleicher Geschwindigkeit zurück und wird von der Antenne empfangen. Die Zeitmessung (im Bild mit einer mitlaufenden Stoppuhr symbolisiert) ermöglicht aus der bekannten Geschwindigkeit die Entfernung des Flugzieles zu errechnen.
Bild 2: Radarprinzip

Die bekannte Radargrafik zeigt, wie ein starker leistungsfähiger Sendeimpuls an einem Gegenstand reflektiert wird und als Echo in Richtung der Antenne zurückgeworfen wird. Das Sendesignal hat zwar eine außergewöhnlich hohe Leistung, aber das wieder empfangene Echo ist normalerweise sehr, sehr schwach und benötigt somit einen extrem empfindlichen Empfänger zur Auswertung und Interpretation der Echos.

Bei einem gewöhnlichen Primärradar werden Echos von Flugzeugen oder anderen fliegenden Objekten erwartet. Für dieses Primärradar bedeuten die Echos von Wettererscheinungen eine unerwünschte Störung, die es herauszufiltern gilt. Im Gegensatz dazu ist bei einem Wetterradar das Echo von Flugzeugen Störungsursache. Beide Radargeräte müssen aber gegen Störungen von Festzielen geeignete Maßnahmen ergreifen.

Autor: Christian Wolff
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