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IISLS- Verfahren


Bild 1: IISLS

Eine Möglichkeit der Verhinderung von Antworten aus Reflexionen ist das IISLS- Verfahren (Improved Interrogator Side Lobe Suppression).

Beim IISLS- Verfahren wird der P2 und der P1- Impuls durch den Unterdrückungskanal gesendet (zur Erinnerung: beim ISLS wird hier nur der P2- Impuls gesendet). In diesem Fall empfängt der Transponder in der Reflexionsrichtung das Impulspaar P1-P2 auf direktem Wege. Eine Antwort wird meist schon deswegen unterdrückt, weil P1 = P2 ist. Deshalb ist der Transponder für eine kurze Zeit (35 µs) gesperrt. Daraus resultiert, dass auf die durch den Umweg der Reflexion um Δt später eintreffende Abfrage nicht reagiert werden kann, es wird also keine Falschantwort gesendet.

Durch das IISLS- Verfahren können wirklich sehr effektiv Falschantworten verhindert werden. Aber der Nachteil des Verfahrens ist, dass nicht nur in einer Seitenkeule der Abfrage, sondern im gesamten Bereich des Diagrammes des Unterdrückungskanales (etwa bis 40 NM) die Antworten verhindert werden. Das ist in Gegenden mit hoher Abfragedichte sehr fatal, da somit auch sehr viele richtige Antworten verhindert werden. Deshalb hat sich dieses Verfahren nicht durchsetzen können.