www.radartutorial.eu Grundlagen der Radartechnik

Kapitel: „Sekundärradar”

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Large Vertical Aperture Antenna

Bild 1: LVA-Antenne

Das klassische Radarverfahren (von nun an zur Unterscheidung Primärradar genannt) kann zwar Flugzeuge im Raum orten und deren Koordinaten bestimmen, es ist aber nicht in der Lage, ein eigenes von einem feindlichen Flugzeug an Hand des Zielzeichens zu unterscheiden. Diese Information wird durch eine Einrichtung gewonnen, welches ein Abfragesignal generiert, das einen Transponder im Flugzeug (transmitter-responder = Antwortsender) triggert, der ein speziell codiertes Signal als Antwort zurücksendet. Diese Antwort wird entweder direkt auf dem Sichtgerät oder auf einem eigenen Display angezeigt.

Das Sekundärradarverfahren wird meist mit einem Primärradargerät gekoppelt, da für die Funktion eine aktive Mitarbeit des Zieles (kooperatives Verfahren) nötig ist. Fehlt diese Mitarbeit, wird das Flugzeug durch das Sekundärradargerät nicht erfasst.

Eigentlich ist es also eher ein Kommunikationsverfahren, eine Funkverbindung zum Piloten, über die bestimmte technische Daten ausgetauscht werden. Aber da zur Positionsbestimmung des Flugzeuges ebenfalls eine Laufzeitmessung des Signals erfolgt, wird es eben doch als „Radar” bezeichnet, wenn auch nur aus historischen Gründen.

Bild 2: Large Vertical Aperture (LVA) Antenna

In diesem Abschnitt werden nur die Grundlagen des Sekundärradars behandelt. Sie erhalten eine Übersicht über das Verfahren und die Inhalte der Abfragecodes und der Antworttelegramme; sowie einen kleinen Einblick in die Schaltungstechnik.