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Radar Clutter

PPI-screen mit verschiedenen Clutterarten
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Bild 1: PPI-screen mit verschiedenen Clutterarten

Unter Clutter versteht man Ziele, die das Radargerät erfasst und anzeigt, die aber unerwünscht sind, da sie die Entdeckungswahrscheinlichkeit der eigentlichen Ziele herabsetzen.

Aufwändige Verfahren, die u.A. den Doppler- Effekt ausnutzen, verringern den negativen Effekt dieser Erscheinungen. Diese Schaltungen werden als „Moving Target Indikation”(MTI) oder „Selektion beweglicher Ziele” (SBZ) bezeichnet und vergleichen die Echos zwischen zwei oder mehr Auslenkperioden (Zwischenperiodenkompensation).

Sea-Clutter


Bild 2: Bild: Sea-Clutter auf einem PPI-Scope

Sea-Clutter: eine starke örtliche Rose um das Schiffsradar herum. Zwei schmale dunkle Sektoren (etwa 1 Uhr und 7 Uhr), deren Seitenwinkel senkrecht zur Windrichtung (etwa aus Nord-Ost) stehen, sind störunsfrei: Hier haben die Störungen keine Radialgeschwindigkeit!
Bild 2: Bild: Sea-Clutter auf einem PPI-Scope

Sea- Clutter sind störende Echos von den Wellenbergen auf der See. Diese Wellenberge haben aber keinen festen Standort wie etwa die Festziele an Land. Durch den Wind erhalten diese Echos obendrein noch eine Dopplergeschwindigkeit. Deshalb sind diese Störungen nur sehr schwer durch das MTI-System zu löschen ohne gleichzeitig Reichweitenverluste hinnehmen zu müssen.

Hier auf dem Bild ist Sea- Clutter zu sehen, der Wind kommt aus entweder etwa 310° (NW) oder aus der entgegengesetzten Richtung. (Ob die Dopplerfrequenz positiv oder negativ ist, ist auf einem Einzelbild des PPI-Scopes leider nicht zu erkennen. Erst wenn der Bildschirm im Original längere Zeit intensiv betrachtet wird, ist eine Drift der Clutterpunkte zu erkennen, die das Vorzeichen der Dopplerfrequenz bestimmt.)

Sehr deutlich wird durch das MTI- System der Bereich „gesäubert”, in welchem die Radialgeschwindigkeit der Wellen sehr klein ist.

Karte der Festziele

Aus der Zeit, in der vor dem PPI-Scope noch ein Operator oder „Funkorter” saß, hat sich diese Methode erhalten, die heute höchstens nur noch angewendet wird, wenn alle anderen Störschutzapparaturen ausgefallen sind: Eine grafische Abbildung der Clutter um einen Radarstandort herum, die sich der „Funkorter” einprägen musste, um innerhalb der Cluttergebiete vielleicht doch noch das Target zu erkennen.

Statistische Methode mit Cluttermap

Diese Karte der Festziele kann aber auch elektronisch verwaltet werden. Für jeden Seitenwinkel und dort für jede Rangecell werden die Echoamplituden als Datenwort gespeichert und nur dann zur Anzeige gebracht, wenn sich das Datenwort geändert hat. Durch den Einsatz von leistungsfähigen Rechnern wurde diese Methode zu einem sehr effektiven Mittel zur Festzielunterdrückung.

Autor: Christian Wolff
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