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Zielerkennung

Am Ausgang des Empfängers liegt ein Signalgemisch aus Zielzeichen, Rauschen und verschiedener Störsignale an. Auch nach einer Festzielunterdrückung sind immer noch Reste von Wetter- und Festzielstörungen vorhanden und die Zielimpulse unterliegen verschiedenen Amplitudenschwankungen. Die Zielzeichenerkennung muss den Standort des Zieles aus dem Rauschen und dem Clutter mit einer konstanten aber niedrigen Falschalarmrate (CFAR) ermitteln.

I&Q Phasendetector Signalverarbeitungszweig I- Kanal Signalverarbeitungszweig Q- Kanal Satz des Pythagoras Detektor mit konstanter Falschalarmrate Plotextraktor
Bild 1: Blockschaltbild mit Signalfluss im Teil: automatische Zielerkennung

Vor dem I&Q- Phasendetektor liegen die Echosignale noch als Signal in der Zwischenfrequenz (IF) an. Nach dem Phasendetektor werden I und Q Anteil getrennt weiterverarbeitet. Das Signal ist jetzt ein bipolares Videosignal. Hier muss jetzt zum Beispiel die MTI- Verarbeitung erfolgen. Nach der MTI- Verarbeitung verarbeitung werden beide Anteile wieder zu einem jetzt unipolaren Video vereint. Jetzt ist zum Beispiel ein möglicher Zeitpunkt zur Digitalisierung der Daten, die jedoch bei anderen Radargeräten auch schon gleich nach dem Phasentetektor erfolgen kann.

Im Zieldetektor werden die Signale nun mit verschiedenen Schwellwerten verglichen. Hier wird also nun die Falschalarmrate des Radargerätes festgelegt. Übersteigen die Echoimpulse einen Schwellwert, so wird ein Report erzeugt. In diesem Report sind die Information über die Signalamplitude enthalten.

Im Plotextraktor werden zwei Baugruppen verwendet: Plotprozessor und Plotcombiner. Im Plotprozessor werden aus den möglicherweise mehreren Reports eines Empfangskanals ein als „Plot” bezeichneter Datensatz erzeugt, der nun auch die Entfernungs- und Winkelinformationen erhält. Im Plotcombiner werden die Plots verschiedener Empfangskanäle zu einem Datensatz verknüpft (korreliert). Die Korrelation mit der IFF-Antwort kann sowohl hier, als auch erst im Sensortracker erfolgen. Spätestens ab jetzt muss der Datensatz auch die genaue Zeitinformation enthalten.

Im Sensortracker werden die einzelnen Plots jeder Umdrehung der Antenne zu einem Zielweg (Track) verknüpft. Ältere Plots werden auf dem Sichtgerät als kleine Punkte hinter dem Zielzeichen (als „History” bezeichnet) dargestellt.

Autor: Christian Wolff
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