www. Radartutorial .eu



Zielerkennung

Am Ausgang des Empfängers liegt ein Signalgemisch aus Zielzeichen, Rauschen und verschiedener Störsignale an. Auch nach einer Festzielunterdrückung sind immer noch Reste von Wetter- und Festzielstörungen vorhanden und die Zielimpulse unterliegen verschiedenen Amplitudenschwankungen. Die Zielzeichenerkennung muss den Standort des Zieles aus dem Rauschen und dem Clutter mit einer konstanten aber niedrigen Falschalarmrate (CFAR) ermitteln.

I&Q Phase-
detector
MTI / MTD-
processing
I-Data
MTI / MTD-
processing
Q-Data
CORDIC
algorithm
Detector
thresholds
Plot
extractor
Plot
processor
Sensor
tracker
Intermediate
Frequency
bipolar
video
unipolar
video
reports
plots
tracks
azimuth data
SSR   PSR
time

Bild 1: Blockschaltbild mit Signalfluss im Teil: automatische Zielerkennung

I&Q Phase-
detector
MTI / MTD-
processing
I-Data
MTI / MTD-
processing
Q-Data
CORDIC
algorithm
Detector
thresholds
Plot
extractor
Plot
processor
Sensor
tracker
Intermediate
Frequency
bipolar
video
unipolar
video
reports
plots
tracks
azimuth data
SSR   PSR
time

Bild 1: Blockschaltbild mit Signalfluss im Teil: automatische Zielerkennung

Vor dem I&Q- Phasendetektor liegen die Echosignale noch als Signal in der Zwischenfrequenz (IF) an. Nach dem Phasendetektor werden I und Q Anteil getrennt weiterverarbeitet. Das Signal ist jetzt ein bipolares Videosignal. Hier muss jetzt zum Beispiel die MTI- Verarbeitung erfolgen. Nach der MTI- Verarbeitung verarbeitung werden beide Anteile wieder zu einem jetzt unipolaren Video vereint. Das kann einmal mit einer trigonometrischen Näherung an die Gleichung des Pythagoras oder auch eine Berechnung gemäß des CORDIC-Algorithmus sein. Jetzt ist zum Beispiel ein möglicher Zeitpunkt zur Digitalisierung der Daten, die jedoch bei anderen Radargeräten auch schon gleich nach dem Phasentetektor und bei digitalen Empfängern auch schon gleich nach der Antenne erfolgen kann.

Im Zieldetektor werden die Signale nun mit verschiedenen Schwellwerten verglichen. Hier wird also nun die Falschalarmrate des Radargerätes festgelegt. Übersteigen die Echoimpulse einen Schwellwert, so wird ein Report erzeugt. In diesem Report sind die Information über die Signalamplitude enthalten.

Im Plotextraktor werden zwei Baugruppen verwendet: Plotprozessor und Plotcombiner. Im Plotprozessor werden aus den möglicherweise mehreren Reports eines Empfangskanals ein als „Plot” bezeichneter Datensatz erzeugt, der nun auch die Entfernungs- und Winkelinformationen erhält. Im Plotcombiner werden die Plots verschiedener Empfangskanäle zu einem Datensatz verknüpft (korreliert). Die Korrelation mit der IFF-Antwort kann sowohl hier, als auch erst im Sensortracker erfolgen. Spätestens ab jetzt muss der Datensatz auch die genaue Zeitinformation enthalten.

Im Sensortracker werden die einzelnen Plots jeder Umdrehung der Antenne zu einem Zielweg (Track) verknüpft. Ältere Plots werden auf dem Sichtgerät als kleine Punkte hinter dem Zielzeichen (als „History” bezeichnet) dargestellt.

Autor: Christian Wolff
Diese Homepage wurde unter den Bedingungen der GNU-Lizenz für freie Dokumentation und der
Creative Commons Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen Deutschland Lizenz (abgekürzt „cc-by-sa“) in der Version 3.0 veröffentlicht.
Weitere zusätzliche Lizensierungen sind möglich.