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Kapitel: Radarsignalverarbeitung


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Oszillogramm von Signalen aus dem Kohärentkanal
Bild 1: Oszillogramm von Signalen aus dem Kohärentkanal

Eine wichtige Funktion in modernen Radargeräten ist die Radarsignalverarbeitung. In diesem Abschnitt werden Baugruppen der Radarsignalverarbeitung erläutert und einige technische Realisierungen ihrer Anwendung gezeigt.

Als Radarsignalverarbeitung oder Radardatenverarbeitung werden alle Maßnahmen bezeichnet, die aus dem empfangenen Echosignal ein auswertbares Bild oder Anzeige berechnen. Meist wird als Radarsignalverarbeitung der Teil bezeichnet, der noch mit der analogen, jedoch oft schon als digitaler Wert vorliegende Größe des Echosignal befasst. Die Radardatenverarbeitung ist der Teil, der nur noch die Information über ein Ziel betrifft. Dazwischen liegt der Vorgang der Messung der Koordinaten.

In der Ära der analogen Radargeräte war die Möglichkeit der Radarsignalverarbeitung noch sehr eingeschränkt und bestand meist nur aus einem System zur Unterdrückung von Störungen. Die Radardatenverarbeitung bestand im Wesentlichen nur aus der Erfahrung der Bediener, die aus dem Wirrwarr der Flecken auf dem Bildschirm die Zielsignale aus dem Rauschen und den Festziel- und Wetterstörungen optisch erkennen mussten. Funkortung war bestimmt durch den Entschluss des Bedieners, über ein Zeichen auf dem Bildschirm eine Meldung abzusetzen. Erst daraufhin wurden die Koordinaten dieses Zielzeichens gemessen.

Mit der Einführung von digitalen Anzeigesystemen muss nun allerdings die Technik diese Aufgabe übernehmen. Zum Glück ist der technische Fortschritt schon soweit gediehen, dass digitale rechnergestützte Prozeduren die Leistung der Radargeräte auf dem Gebiet der Signalverarbeitung nicht mehr schmälern.

Die logischen Funktionen der Radarsignalverarbeitung können allerdings in der Praxis in verschiedenen Radargeräten in wenigen Baugruppen zusammengefasst werden. So kann der Hitprozessor mit dem Signalprozessor vereint sein und die verschiedenen Plot- Combiner können zu einer einzigen Baugruppe zusammengefasst sein. In diesem Kapitel sollen die Baugruppen jedoch so detailliert wie möglich beschrieben werden.


Bild 2: Oszillogramme von Signalen aus dem Kohärentkanal

Autor: Christian Wolff
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