Aktive Antennen
Aktive Phased Array Antennen sind solche, bei denen die Sendeleistung direkt auf der Antenne durch viele Sende- Empfangsmodule geringer Leistung erzeugt wird. Beispiele dafür sind das Tornado-Nose-Radar und das RRP-117. Die Aktive Phased Array Antenne wurde bereits im Kapitel Antennen behandelt. Hier wird nun auf die speziellen Sendemodule dieser Antenne eingegangen.
Aktive Phased Array Antennen benötigen eine spezielle Architektur von Halbleiter- Sendermodulen. Eine häufig verwendete Konstruktion dieser Module zeigt das folgende Bild.
Bild 1: Sender/Empfängermodul für eine aktive Antenne
Alle Einzelkomponenten sind zu einem Sende- Empfangsmodul zusammengesetzt. Dieses Modul enthält den Phasenschieber und ein elektronisch gesteuertes Dämpfungsglied für die Formung des Antennendiagramms, einen Leistungsverstärker für den Sendeweg, einen rauscharmen Vorverstärker für den Empfangsweg sowie zwei Ferritzirkulatoren und den Sendeempfangsumschalter (Duplexer). Nicht dargestellt, aber fast immer ebenfalls integriert sind Prüf- und Testkreise (BITE). Oft wird zwischen Duplexer und Vorverstärker noch ein Begrenzer geschaltet, um den empfindlichen Vorverstärker vor zu großen Empfangsleistungen zu schützen.
Das kann einmal als Schutz vor Fehlschaltungen des Duplexers nötig sein, aber auch durch starke Echos aus dem Nahbereich (z.B. von Zielen mit sehr großer effektiver Rückstrahlfläche) oder gar durch Störsender verursacht werden. (Einfachste Begrenzerschaltungen bestehen aus zwei antiparallel geschalteten Dioden.)
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Als Beispiel für einen PAT (Power-Amplifier-Transmitter)
ein ein Teil des Sendersystems des RRP-117 gezeigt,
welches mit zwei Sendefrequenzen im Zeitmultiplexverfahren arbeitet, die jede für das angewendete
Pulskompression
linear moduliert wird. Durch dieses Pulskompressionsverfahren werden auch nicht mehr so hohe
Impulsleistungen benötigt, deshalb wird trotz der durch Halbleiterverstärker
begrenzten Spitzenleistungen eine gute Reichweite erzielt.
Jede Antennenzeile der Phased Array Antenne
erhielt ein separates Sendemodul und einen separaten Empfänger. Die Verknüpfung
der empfangenen Signale zu dem
Monopulsverfahren
erfolgt erst auf der ZF-Frequenz.
Die Stromversorgung erfolgt über ein Bus-System.


