www.radartutorial.eu Grundlagen der Radartechnik

Radarhorizont

optische Sichtlinie
Tote Zone
optischer Horizont
Radarhorizont
(auch Radio-Horizont)

Bild 1: Radarhorizont

optische Sichtlinie
Tote Zone
optischer Horizont
Radarhorizont
(auch Radio-Horizont)

Bild 1: Radarhorizont

Elektromagnetische Wellen in dem Frequenzbereich oberhalb von 100 MHz folgen in ihrer Ausbreitung den Gesetzmäßigkeiten der Optik. Da fast ausnahmslos alle Radargerätesysteme in diesem Frequenzbereich arbeiten, breiten sich also auch deren Wellenfronten nach quasioptischen Gesetzmäßigkeiten aus.

Demzufolge ist es dem Radar erst einmal theoretisch nicht möglich, über den optischen Horizont zu blicken. Es ergibt sich für jedes Radarsystem eine tote Zone, in der keine Ziele erfasst werden können.

In Wirklichkeit wird aber der radarfrequente Sendeimpuls an den verschiedenen Luftschichten unterschiedlicher Dichte gebrochen, wodurch das ausgesendete Signal hinter dem optischen Horizont die Erdoberfläche berühren kann. Dies führt zur Verkleinerung der „Toten Zone”, allerdings auch zu Fehlern in der Entfernungs- und Höhenermittlung. Diese Rechenfehler werden dadurch kompensiert, dass der effektive Erdradius mit 8,5·106m (real: 6,4·106m) angenommen wird.