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Phasenschieber

PIN-Diodensteuerspannungen
180°
22,5°
90°
45°

Bild 1: Keramikplatine mit einer Phasenschieberschaltung aus Umwegleitungen

PIN-Diodensteuerspannungen
180°
22,5°
90°
45°

Bild 1: Keramikplatine mit einer Phasenschieberschaltung aus Umwegleitungen

Phasenschieber lassen sich besser (vor allem: schneller) schalten als regeln. Gezeigt wird ein 4-Bit-Schaltphasenschieber aus einem Radargerät, der verschiedene Umwegleitungen in den Signalweg schaltet und somit in 22,5° Schritten 16 verschiedene Phasenwinkel von 0° bis 337,5° realisieren kann.

Schön zu erkennen sind ebenfalls die Induktivitäten in den Schaltspannungszuleitungen für die insgesamt 24 zu erkennenden PIN-Dioden.

Da dieses Phasenschiebermodul sowohl für den Sendeweg als auch für den Empfangsweg arbeitet, sind am Eingang und am Ausgang des Moduls noch Verzweigungen mit PIN-Diodenschaltern auf dem gleichen Keramikträger angebracht.

Für die Empfangszeit muss gegenüber dem Sendemoment das gleiche Datenwort angelegt werden.
Logisch: Der Strahler, der zur Diagrammformung als letzter sendet, erhält beim Empfang aus der gleichen Richtung als erster das Echosignal und muss wiederum die längste Umwegleitung benutzen.

45°
90°
180°

Bild 2: Prinzip einer Phasenschieberschaltung aus Umwegleitungen

45°
90°
180°

Bild 2: Prinzip einer Phasenschieberschaltung aus Umwegleitungen

Die zusätzlichen Leitungslängen verzögern das HF-Signal um definierte Phasenlagen. Als Beispiel werden in der nebenstehenden Grafik drei Phasenschieberketten mit je drei Bit gezeigt. Die Umschalter sind schnelle PIN-Dioden- Schalter, die mit einer Steuerspannung das HF-Signal auf die jeweiligen Umwegleitungen schalten. Ein zentraler Computer errechnet die notwendige Phasenverschiebung für jedes Strahlerelement und schaltet verschiedene Kombinationen von Umwegleitungen in den Signalweg.

Autor: Christian Wolff
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