Phasenschieber
Phasenschieber lassen sich besser (vor allem: schneller) schalten als regeln. Gezeigt wird ein 4-Bit-Schaltphasenschieber aus einem Radargerät, der verschiedene Umwegleitungen in den Signalweg schaltet und somit in 22,5° Schritten 16 verschiedene Phasenwinkel von 0° bis 337,5° realisieren kann.
Schön zu erkennen sind ebenfalls die Induktivitäten in den Schaltspannungszuleitungen für die insgesamt 24 zu erkennenden PIN-Dioden.
Da dieses Phasenschiebermodul sowohl für den Sendeweg als auch für den Empfangsweg arbeitet, sind am Eingang und am Ausgang des Moduls noch Verzweigungen mit PIN-Diodenschaltern auf dem gleichen Keramikträger angebracht.
Für die Empfangszeit muss gegenüber dem Sendemoment das gleiche Datenwort angelegt werden.
Logisch: Der Strahler, der zur
Diagrammformung
als letzter sendet, erhält beim Empfang aus der gleichen Richtung als erster das Echosignal
und muss wiederum die längste Umwegleitung benutzen.
Bild 2: Schaltung einer Phasenschieberschaltung aus Umwegleitungen
Die zusätzlichen Leitungslängen verzögern das HF-Signal um definierte Phasenlagen. Als Beispiel werden in der nebenstehenden Grafik drei Phasenschieberketten mit je drei Bit gezeigt. Die Umschalter sind schnelle PIN-Dioden- Schalter, die mit einer Steuerspannung das HF-Signal auf die jeweiligen Umwegleitungen schalten. Ein zentraler Computer errechnet die notwendige Phasenverschiebung für jedes Strahlerelement und schaltet verschiedene Kombinationen von Umwegleitungen in den Signalweg.



