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Christian Hülsmeyer

Bild 1: Christian Hülsmeyer

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Christian Hülsmeyer

Christian Hülsmeyer ( ☆ 25. Dezember 1881 in Eydelstedt, Niedersachsen – † 31. Januar 1957 in Ahrweiler, Rheinland-Pfalz) ist ein deutscher Erfinder und gilt als der Entdecker des Radarprinzips.

Hülsmeyer enstammt aus einer sehr einfachen Familie. Sein Lehrer ermöglichte es ihm, in Bremen zu studieren. Nach der Grundschule, wurde er in eine Schule für Lehrerausbildung in Bremen geschickt. Im dortigen Labor untersuchte er die Grundlagen der Elektrizität. Nach Abschluss seines Studiums fand er eine Anstellung bei Siemens-Schuckert. Er arbeitet dort etwa zwei Jahre und war mit der elektrischen Ausrüstung für Schiffe beauftragt. Anlässlich des Todes eines Freundes, der bei einer Schiffskollision ums Leben kam, verließ er diese Firma um in Düsseldorf ein Unternehmen zu gründen, welches sich mit dem Bau einer Apparatur zur Entdeckung von maritimen Hindernissen mit Hilfe von Radiowellen beschäftigte.

Im Jahr 1904 erhielt er ein Patent (Reichspatent Nr. 1655461) für ein Gerät, welches er „Telemobiloskop“ nannte. Es verwendete als Sender eine Funkenstrecke, die über eine multipolare Antenne eine gerichtete Radiowelle ausstrahlte. Beim Auftreffen auf ein metallisches Hindernis, wie zum Beispiel einem Schiff, wurde diese Welle teilweise zum Standort des Senders zurüchgestrahlt, an welchem zwei Dipol-Empfanngsantennen verwendet wurden, um eine elektrische Klingel in Gang zu setzen. Dieses System konnte den ungefähren Seitenwinkel von Schiffen bis in eine Entfernung von 3 km bestimmen, war aber noch nicht in der Lage einen Abstand zu messen.

Hülsmeyer führte das System erfolgreich in Deutschland und in den Niederlanden vor. Allerdings hat das weder die Vertreter der deutschen Marine noch irgendwelcher Reedereien beeindruckt. Eines der Probleme waren die ebenfalls möglichen Mehrfachreflexionen im Falle eines intensiven Seeverkehrs. Darüber hinaus war die Vorrichtung ziemlich schwierig zu bedienen und die Klingel aufgrund der Motorgeräusche eines Schiffes schlecht zu hören. Hülsmeyer machte sich wieder an die Arbeit und 16. Januar 1906 erhielt er in Amerika ein zweites Patent für eine verbesserte Version, welche erlaubte, Störechos auszufiltern.

Das mangelnde Interesse der Behörden an dieser Verbesserung ließ das Gerät in die Vergessenheit sinken.

Quellen: