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Didactical Multifunction Radar DMR

Das Didactical Multifunction Radar (DMR) wird als spezielles Schulungsradar speziell auf jeweiligen Kundenwunsch aufgebaut und den gewünschten Schulungsthemen angepasst. Praktisch ist jedes Gerät ein Unikat, da die Einzelbaugruppen aus einer Vielzahl verfügbarer modularer Baugruppen aufgebaut wird. Es arbeitet je nach Wunsch in den Frequenzbereichen S–Band, C–Band oder X–Band, einige Funktionen können auch auf das K–Band erweitert werden. Für den Aufbau werden teilweise originale Radarbaugruppen führender Hersteller sowie preisgünstigere handelsübliche Standardbaugruppen für Kommunikationstechnik verwendet.

Die Funktionen können aus den verfügbaren Optionen ausgewählt werden:

  1. Impulsradar (intrapulse modulated, sowie klassische kurze Schaltimpulse), kürzester Impuls: 25 ns, längster Impuls… ja …bis hin zu FMCW-Radar;
  2. reines unmoduliertes CW-Radar (ist jedoch nur bei stehender Antenne sinnvoll)
  3. folgende Modi als FMCW radar sind möglich:
    • klassisches FMCW-Radar mit sägezahn- oder dreieckförmiger Modulation (Chirp-Radar);
    • FSK-FMCW (frequency shift keying FMCW);
    • SFMCW (stepped frequency modulated CW) für interferometrische Messungen;
    • FMiCW (Interrupted FMCW) für bessere Isolation zwischen Sender und Empfänger
    • PMCW (phase modulated CW) mit einer pseudorandom Bitfolge.

Kern dieses Radars ist ein frei programmierbarer Synthesizer für das Sendesignal, der auf einem schnellen Mikroprozessor aufbaut. Mit einem Takt von 40 MHz bietet er eine zeitlichen Auflösung von minimal 25 Nanosekunden und eine Genauigkeit im Bereich von weniger als 4 Nanosekunden. Mit dieser Baugruppe werden alle für den Betrieb ein Radars notwendigen Triggerimpulse und Schalttore bereitgestellt. Die gute zeitliche Auflösung und freie Programmiermöglichkeit lässt auch eine direkte Ansteuerung von einem zwei- oder vierwertigen Phasenmodulator zu. Gleichzeitig können mit derselben Auflösung und Genauigkeit zwei analoge Steuerspannungen in beliebiger Form und einem maximalen Zyklus von mehr als 8 Millisekunden bereitgestellt werden. Diese können entweder als FMCW-Radar einen spannungsgesteuerten Oszillator steuern oder direkt als Eingangsspannungen (Sinus und Cosinus) für den Modulator eines intrapulsemodulierten Impulsradars verwendet werden. Um diesen frei programmierbaren Synthesizer herum können praktisch beliebige Radargeräteversionen aufgebaut werden.

Aus mechanischen Gründen und daraus folgenden physikalischen Gesetzmäßigkeiten ist dieses Radar nicht geeignet, ein Zielverfolgungsradar darzustellen. Ebenso ist eine Verwendung als SAR nicht angezeigt. Erst bei einem späteren Entwicklungsstand der Software wäre es möglich, bei stehender Antenne und einem bewegten Ziel eine ISAR- Funktion zu implementieren, deren hardwaremäßige Voraussetzungen (relativ hohe Abtastrate) bereits gegeben sind.

Zu jedem Gerät wird angepasstes Schulungsmaterial beigefügt, für dessen Qualität und Umfang diese Homepage hier einen kleinen Einblick gewährt. Vorbereitete Übungsmaterialien bieten den Schülern die Möglichkeit, sich erlebnistechnisch eine eigene Praxis auf vielen Gebieten in der Radartechnik zu erarbeiten.