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Radarstrahl

rotierendes
Fächerdiagramm
Pencil Beams

Bild 1: Verschiedene Hauptkeulen von Antennendiagrammen eines Marineradars, teilweise Pencil Beams, aber auch Fächer-Diagramme.

rotierendes
Fächerdiagramm
Pencil Beams

Bild 1: Verschiedene Hauptkeulen von Antennendiagrammen eines Marineradars, teilweise Pencil Beams, aber auch Fächer-Diagramme.

rotierendes
Fächerdiagramm
Pencil Beams

Bild 1: Verschiedene Hauptkeulen von Antennendiagrammen eines Marineradars, teilweise Pencil Beams, aber auch Fächer-Diagramme.

Definition von Radarstrahl

Radarstrahl

Der Begriff Radarstrahl (linear übersetzt aus der englischen Sprache von radar beam) wird verkürzend in manchen Publikationen als Bezeichnung für die Hauptkeule des Antennendiagramms eines Radargerätes verwendet.

Ein Strahl im geometrischen Sinne ist es nicht, eher ein kegelartiger Kugelausschnitt aus einem Kugelkoordinatensystem, das entweder möglichst schmal (als sogenannter Pencil Beam) oder als sogenanntes Fächer-Diagramm in einzelnen Dimensionen sehr viel breiter sein kann. Die Beschreibung als kegelartiger Kugelausschnitt trifft vor allem für Dauerstrichradargeräte zu. Bei Impulsradar mit sehr kurzen Sendeimpulsen ist dieser Kegelausschnitt nicht komplett mit der Sendeenergie ausgefüllt, sondern nur ein kleiner Abschnitt in der Entfernung, das Impulsvolumen, das sich in diesem Kegelausschnitt mit Lichtgeschwindigkeit ausbreitet und durch Strahlungsdivergenz mit zunehmender Entfernung vergrößert. Der Radarstrahl ist hier also nur der recht breite Pfad, den die Sendeenergie innerhalb dieses Impulsvolumens bis zum Ziel nimmt.

Der Begriff Radarstrahl wird in der deutschen Sprache fast ausschließlich im Tagesjournalismus verwendet, weil er kurz und prägnant ist. In welcher Bedeutung er verwendet wird, ist oft nicht einmal aus dem Kontext ersichtlich. Die Verwendung des Begriffs Radarstrahl ist fachlich umstritten, weil er eine viel zu ungenaue Bezeichnung ist und damit sowohl tatsächlich sehr schmale, als auch sehr breite Richtdiagramme von Radarantennen meinen kann. Zusätzlich wird er auch gern mit Begriffen wie „Radarstrahlung“ unzulässig vermischt. Die fachlich korrektere Übersetzung statt Radarstrahl wäre vielleicht Radarkeule, was bildlich dem ausgestrahlten Antennendiagramm näher käme. Dieser Begriff wird von Journalisten aber verschmäht, weil Radarkeule verbal aggressiv klingen würde.
Korrekt könnte er zum Beispiel mit „die zur Sondierung ausgesendeten Signale“ umschrieben oder als „Sondierungssignal“ benannt werden.

Nicht jedes Radar verwendet solche Antennendiagramme, die gegebenenfalls mit „Radarstrahl“ bezeichnet werden könnten. Das wären nicht nur passive Radargeräte, welche nur fremde Signale empfangen und selbst nichts ausstrahlen. Auch bei dem Konzept MIMO-Radar erzeugen die einzelnen Geräte-Satelliten kein gerichtetes Antennendiagramm, sondern verwenden meist nur rundstrahlende Antennen und vor allem unterschiedlich modulierte Signale, so dass kein gemeinsames Antennendiagramm gebildet werden kann. Mit dem Begriff „Sondierungssignale“ würden auch diese Fälle exakt erfasst werden.

Ich bitte die Kollegen um Entschuldigung, dass ein solcher unwissenschaftlicher Begriff hier aufgeführt wird. Aber in der deutschen Wikipedia wird über diesen Begriff grober Unsinn verbreitet und Löschanträge zu diesem Begriff mit der falschest möglichen Begründung administrativ abgeschmettert. Im Anschluss wird dort genau das gemacht, was in einer echten Enzyklopädie vermieden wird: Es wird ein Wörterbucheintrag erklärt. Und da es keine echte Fachliteratur dazu gibt, wird genau das als Erklärung herangezogen, was sich die Nichtfachleute mehrheitlich wünschen, egal ob es sachlich richtig oder falsch ist.[1] [2] [3]

Fachleute verwenden dieses Wort möglichst nicht. Es kennzeichnet teilweise sogar denjenigen, der es verwendet, als Laien. Der Begriff wird nur in Büchern über fachfremde Sachgebiete (Optik, Straßenverkehrsrecht, Medizintechnik, Seefahrt) verwendet, deren Autoren ihr Wissen über Radar anscheinend aus Tageszeitungen beziehen.